Jeder der sich schon eine Zeitlang mit BDSM vergnügt hat, wird einmal zum Punkt kommen ausserhalb seines diskreten, uneinsehbaren Dungeons oder SM-Zimmers seiner Leidenschaft nachzugehen.
Nichts einfacher als das, raus ins Grüne los mit den Peitschen und Seilen, mit Brennnesseln und Haselruten. Nur leider hier in der Schweiz ein freies, ungestörtes Plätzchen zu finden, ist ein zeitraubendes Unterfangen.
Ausser natürlich man/frau will entdeckt werden.
Was mir persönlich allerdings nicht sehr passt und so sind Reiterinnen (ist ja noch leicht kribbelnd) Mountainbiker (geht so schnell, dass meist ich mehr verstört bin), Hündeler ( real-SM, wenn ohne Maulkorb), Jogger (deren Gestöhn ist nicht kompatible oder lustförderlich) oder Pfadigruppen (endlose Fragen und meist sehr gut informierte Kids) nicht die gewünschten Zuschauer.
So ist man natürlich schon fast glückselig einen einsamen, geilen und ästhetisch perfekt passenden Ort gefunden zu haben.
Nun diesen einfach einem anderen Pärchen zu empfehlen kommt einem Sakrileg gleich.
Vielleicht weniger wenn der Ort einer im Scheinwerferlicht meines Sklaventransporters durchgeführten Auspeitschung, das oberste Dachgeschoss eines Parkhauses mit Blick auf die Skyline einer Grossstadt ist.
Oder in der Mitte einer wundervollen, steinernen Fussgängerpassage unter einer denkmalgeschützten Eisenbahnbrücke. Mit traumhafter Aussicht und regelmässiger Vibration der IC’s und regionalen Zügen zwischen Bern und Lausanne.
Doch wird’s zum Sakrileg, wenn der Ort schon vorher heiligen Frieden ausströmte und eine zu häufige Nutzung die Gefahr erhöht diese stille Stätte zu entweihen.

Es war eine sehr berührende Session vor diesen Säulen des Friedens mit dem Schutz des Nebels unten im Tal und den steilen Berggipfeln im Rücken. Das erotische Picknick im Licht der Kerzen und des Vollmondes ergab ein be-sinnliches Finale an diesem ganz besonderen Ort.
Bergheil
Domenique