Entführung eines Masochisten

Unerwartet bin ich zu etwas freier Zeit gekommen. Dies weil ein Masochist (nach eigener Aussage) das Weite suchte, als ich ihn vom vorher vereinbarten Parkplatz mit Handschellen „entführen“ wollte.

Nach über zehn Jahren mit dieser speziellen Prozedur, ist dies einer der wenigen SM-Besucher, der sich nicht auf die Entführung in Handschellen und Augenbinde einlassen wollte. Die Mehrheit empfindet dieses kleine, exklusive Abenteuer als Überraschung, aber auch äusserst geil und einzigartig.

Seine Erklärung für die Flucht, er sei nicht devot, hat mich doch etwas erstaunt. Was ist gegen ein spannendes Abführen mit Handschellen und Augenbinde einzuwenden? Wie seht ihr das?

Das die Lektion nicht zu Stande kam war natürlich sehr schade. Aber wenn keine Bereitschaft für ein überschaubares, kleines Risiko vorhanden ist, wird es wohl auch für eine wirklich gute Session nicht der richtige Ort bei mir sein.

Gibt es unter meinen Lesern jemanden der sich das Thema Entführung im BDSM-Kontext als geile Fantasie erträumt oder gar schon real erlebt hat?

Gruss
Domenique

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13 Antworten zu “Entführung eines Masochisten”

  1. ce schreibt:

    Für mich wäre diese Einführung perfekt – man kann abschalten (sich vom Alltag/Stress auf etwas anderes einstellen), sich fallen lassen, Vorfreude bzw. Vor”angst” kommt auf, etc.

    Aber es gibt anscheinend Personen, die zu 100%Masochisten sind und zu 0% devot – kommt vermutlich selten vor, da bei den meisten eine Mischung vorhanden ist. Mir hat einmal eine Domina erzählt, dass sie einen Gast hat der jeden Monat kommt. Er zieht sich aus und lässt sich 1/2 Std. frei stehend ganz simpel (ohne irgendwelche Fetische oder Einführung) auspeitschen und er beschimpft während dessen die Domina aufs äusserste (Hure, etc.). Der Dame ist das egal und deshalb findet sie diesen Gast nicht als unangenehm.

    Ein Masochist hat mich mal per Email über eine bestimmte Domina in Deutschland befragt. Obwohl alles gepasst hat, ist er nicht gegangen, da diese Dame von jedem Sklaven verlangt hat, vor der Session ihr die Stiefel zu küssen. Und dies wollte er unter keinen Umständen. Für mich schwierig nachzuvollziehen und ich hätte Angst, dass der Gast dann relativ pendantisch ist, aber ich finde es richtig, wenn sie Gäste – wenn die Chemie nicht stimmt – lieber nach Hause schicken.

  2. Sklave R schreibt:

    Ich erinnere mich mit Freude an eine solche Begegnung auf einem Parkplatz. Wie verabredet sass ich im Trainer in meinem Auto. Meine Herin holte mich ab und befahl mir den Trainer auszuziehen und in mein Auto zu legen. Es war bitterkalt, nur mit der Augenbinde bekleidet und in Handschellen wurde ich dann zur Session und wieder zurückgefahren. Das war ein herrliches Nervenkitzel und wird hoffentlich wieder einmal stattfinden.

  3. m. schreibt:

    sehr geehrte Mistress Domenique, ich durfte diese erfahrung bei Ihnen schon machen – ich war zunächst ebenso überrascht, empfand dies andererseits aber gleichzeitig sehr erregend, zumal es eine schon länger erträumte fantasie war, entführt zu werden. offen gestanden war mir dabei zunächst nicht ganz wohl (soll es vermutlich auch nicht ;-) ), aber dann beschloss ich, die sache auf mich zukommen zu lassen. mit jeder minute genoss ich es mehr, auch wenn man mir das vielleicht nicht anmerkte. mit etwas abstand könnte ich mir heute noch eine durchaus verschärfte variante vorstellen. aber ich kann durchaus nachvollziehen, dass es nicht jedermanns sache ist, erfordert es doch eine ordentliche portion vertrauen, so durch die “öffentlichkeit” kutschiert zu werden. ich würde mich jedenfalls sofort wieder in Ihre hände begeben.

    schöne ostern aus wien!

    m.

  4. subm schreibt:

    Die Begriffe “devot” und “masochistisch” führen in der SM Szene regelmässig zu mehr Verwirrung als zu Klarheit. Es gibt dazu wohl so viele Definitionen und Meinungen zu diesen beiden Begriffe wie es Menschen gibt, die sich auf diese Art von Aktivitäten einlassen. Die Begründung des geflohenen Sklaven “masochistisch” und nicht “devot” zu sein ist deshalb letztlich nichtssagend. Der eigentliche Grund für den Rückzug kann vieles sein: Ein Trauma aus dem bisherigen Leben das durch die Vorstellung gefesselt und / oder “blind” zu sein wachgerufen wurde, eine “hidden agenda” bei der es wichtig gewesen wäre zu sehen wohin die Reise geht oder mangelndes Selbstwertgefühl das ihn einen Verlust der Kontrolle als erschreckend wahrnehmen liess. Der tiefere Grund für die unerwartete Reaktion wird wohl für immer verborgen bleiben.

    Für mich persönlich ist im SM Kontext eine unerwartete Wendung, die Selbstverständliches auflöst und mich der Kontrolle der Situation beraubt immer ein sehr grosser Kick. Wenn ich mich der Herrin ausliefere ist es für mich immer dann besonders spannend wenn ich die Fäden nicht mehr in der Hand halte sondern möglichst umfassend Ihren Gelüsten, Wünschen und Ideen ausgeliefert bin und mich ihr vollständig und schutzlos hingeben und öffnen muss. Erst wenn ich nicht mehr weiss was passieren wird, was Sie mit mir vor hat und wie lange dies dauern wird bin ich Ihrer Gnade wirklich ausgeliefert. Alles was mich diesem Zustand der totalen Unterwerfung näher bringt ist für mich spannend und herausfordernd. Also z.B. auch das Verbinden der Augen und die Fesselung der Hände um an einen unbekannten Ort gebracht zu werden von dem es vielleicht für lange Zeit oder für immer kein Entrinnen mehr gibt.

    Allerdings, je umfassender der Verzicht auf Kontrolle ist, umso grösser muss vorher das Vertrauen in die Person sein die die Kontrolle übernimmt. Dasselbe gilt für natürlich alle Lebensbereiche. Das trifft beim Bergsteigen ebenso zu wie beim Einsteigen in ein Auto oder eben wie beim Besuch einer Domina. Macht und Kontrolle abzugeben setzt ein sehr grosses Vertrauen in die aktive Person voraus. Wäre ich mir nicht sicher (so sicher man sich als Mensch einer Sache eben sein kann) dass die Gebieterin mir nicht nachhaltig schaden will (physisch oder psychisch und aus welchen Gründen auch immer) und alle relevanten Faktoren einer herbeigeführten Situation bedacht hat, dann würde ich mich als erwachsener und denkender Mensch nicht auf eine für mich unkontrollierbare Situation einlassen.

    Aufgrund aller meiner Erfahrungen mit Ihnen, verehrte Mistress Domenique, ist dieses Vertrauen derart gross, dass ich mir kaum eine Situation vorstellen kann, in der ich Ihnen nicht blind folgen und gehorchen würde.

  5. Mathias schreibt:

    Diese Faantasie beschäftigt mich schon seit meiner Pubertät. Von einer Einbrecherin, Spionin, Agentin überwältigt, verschnürt, geknebelt,im Kofferraum verfrachtet…solche Szenarien beschäftigem micht seitdem. Meine Vorliebe zu Bondage kommt im Rahmen einer Entführung am besten zu Entfaltung, wobei die realistische Überwältigung ein sehr wichtiger Aspekt ist.

    Leider ist es sehr schwer dies in Realität umzusetzen, weil diese Fantasie allgemein nicht von Frauen geteilt wird..darum war mein Interesse goss zu diesem Beitrag meinen Kommentar hinzuzugeben..mit freundlichen Grüssen..

  6. hermes schreibt:

    Sehr geehrte Mistress Domenique,

    Ihr Posting und auch die Antworten sind höchst interessant – wobei auch ich glaube, dass es Masochisten gibt, die nicht devot sind

    Bei mir ist es eher umgekehrt: Ich bin der Weiblichkeit gegenüber sehr devot, aber eher kein Masochist – obwohl ich, aus meiner Verehrung und Anbetung der Weiblichkeit gegenüber, doch so gerne Schmerzen aushalten würde – Schmerzen für SIE, die GÖTTIN. Zumindest aber sehne ich mich danach, von einer Mistress bis aufs Äusserste lächerlich gemacht und gedemütigt zu werden…

    Doch nun zu Ihrer Frage: So gerne würde ich das einmal erleben, also von einer Herrin, die mir sympathisch ist (dann werde ich nämlich noch viel, viel devoter…) durch Fesselung, Augenbinde usw. hilflos gemacht und dann im Kofferraum entführt zu werden, und zwar in der Tat so, dass ich nachher absolut nicht mehr weiss, wo ich bin. So fühle ich mich besonders ausgeliefert und bin es dann ja wohl auch… ;-)

    Liebe Mistress Domenique, meinen Sie, ich könnte das einmal bei Ihnen erleben? Ich verspreche Ihnen auch auf Knien, dass ich NICHT abhauen werde! Man könnte das ja sogar noch etwas “aufregender” gestalten, indem ich mich an einem bestimmten Ort zu einer von IHNEN befohlenen Uhrzeit, noch BEVOR Sie selbst erscheinen, eine Augenbinde, oder noch besser: eine Maske ohne Augenschlitze anzulegen und mir selbst auf dem Rücken Handschellen anzulegen habe, deren Schlüssel natürlich SIE haben… Und dann kann ich nicht mehr anders und MUSS so lange warten bis SIE kommen , und zwar ob ich will oder nicht… *lächel* :-)

    Und wenn Sie wollen habe ich mir vorher auch noch einen abschliessbaren Knebel anzulegen, oder mich auch noch an einen Baum oder an einen Pfahl oder ähnlich anzuketten (mit Vorhängeschloss). Und wehe, ich habe mich nicht an sämtliche von Ihnen befohlenen Vereinbarungen gehalten… :-)

    Und dann bräuchten Sie mich nur noch abzuholen, mir gehörig Angst einzujagen und mich mitnehmen. Mein Gott, das würde mich in der Tat völlig aufwühle, aufregen und TOTAL fertig und gefügig machen…

    Würde Sie solch eine verschärfte Entführung auch reizen?

    Demütig kniend:

    hermes

  7. Domenique von Sternenberg schreibt:

    Hallo hermes,
    wenn Du meinen Blog etwas aufmerksamer gelesen hättest (Seeresidenz geschlossen!), dann wüsstet Du, dass ich meine Residenz geschlossen habe und nicht mehr tätig bin.
    Solche, wie von Dir hier beschriebenen Entführungen habe ich aber immer wieder durchgeführt und waren bei meinen Sklaven sehr beliebt und gefürchtet.

    Ich wünsche Dir schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Gruss
    Domneique

  8. Hans schreibt:

    ich habe schon immer davon geträumt,mal überfallen zu werden oder in eine Falle gelockt und entführt zu werden von einer Frau.Mann nimmt mir meine Männerkleidung ganz weg,steckt mich in Frauenkleider und ich muss Männer bedienen und werde von Ihnen erniedrigt.Oder es werden von mir Bilder in Frauenkleider gemacht we ich auf den autostrich stehe.Naja eben Fantasie die man sicher auch mal leben möchte!!

  9. stefan s. schreibt:

    das Kopfkino kann ich sehr gut verstehen;ich selber habe einmal eine Entführung erleben dürfen-ohne auf die Einzelheiten näher einzugehen:es endete in einer Kapelle.Ein yeux sans visage

  10. The Impulse schreibt:

    Ohne geistig tiefgründig werden zu wollen, muss ich anmerken: eine Entführungsfantasie ist für einen tatsächlich oder latent devoten Menschen oft das wahrscheinlich Geilste, was er sich vorstellen kann.(Ergebnis nach Umfrage im privaten Umfeld). Ich selbst hab ne devote Ader, die sich mit der Geilheit noch steigert (d.h. je geiler ich bin und je mehr man mich reizt, desto gehorsamer und unterwürfiger werde ich). Ansonsten bin ich im Alltag eher der Starke, der Anführer, der Kämpfer. der devote Part beim Sex ist ein psychologischer Ausgleich (so wie man nach etwas süßem zu essen oft etwas salziges braucht oder umgekehrt)

    Jedenfalls steht mein Angebot, mich zu entführen, hiermit offiziell jeder Herrin offen, die sich dafür interessieren sollte. Meine Mail ist Electric.Pulse@web.de – wer mich dahingehend anmailt, bekommt bestimmt unverzüglich Antwort! *lächel*(näheres Kennenlernen, Beschreibung meines Aussehens und meines genauen Tagesablaufs mit Arbeitswegen und Freizeiten*gg*)

  11. Domenique von Sternenberg schreibt:

    Entführungen sind wirklich eine weit verbreitete erotische Fantasie von Männern und Frauen. Dies kann ich aus jahrelanger Erfahrung mit Entführungen von Sklaven zu meinen SM-Sessions bestätigen.

    Grüsse
    Domenqiue

  12. Sex-Fessel-Sklave schreibt:

    Hallo,
    also ich kann das gar nicht verstehen! Ich suche schon sehr lange nach einer Lady, die mich als Entführungsopfer missbraucht. Ich träume davon dies einmal ganz real zu erleben … ich möchte sogar noch mehr, noch intensiver!!!

    Gibt es denn etwas geileres als überfallen und gefesselt zu werden bis ich völlig wehrlos bin? Vielleicht noch einen Knebel, aber auf jeden Fall eine Augenbinde oder Maske über den Kopf, so dass ich in völliger Dunkelheit bin, dass ich gar nichts mehr sehe, auch noch wohin ich verschleppt werde?

    Ich träume davon!!! Ich stelle mich gerne zur Verfügung! Du kannst mich erreichen unter der EMail:
    …………. athotmail.com

    Ich würde mich sehr freuen eine Nachricht zu erhalten.

  13. Bruno schreibt:

    Tja,… ich suche schon lange nach so einer Möglichkeit, hier in der Schweiz. Ich finde, das würde doch den absoluten Kick geben. Von mir aus dürfte die Lady mich noch mit etwas Poppers gefügig machen, wäre mir ein Vergnügen das zu erleben!

    Gruss: bruno16

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