Der erste vereinsähnliche Klub wurde um 1400 in England gegründet. Doch der erste Verein ist im 18. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum erstmals erwähnt worden. Somit also nicht ganz so überraschend, dass es in Deutschland die Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V. gibt. In Österreich ist die Libertine Vienna die älteste BDSM-Institution und in der Schweiz gibt es die IG-BDSM-Interessengemeinschaft BDSM Schweiz. Gegen einen BDSM-Verein möchte ich ja wirklich gar nichts einwenden.

Aber die neuste Aktion der BVSM e.V. mit herzallerliebst-bunten Plakaten ist mit einer vollen Überdosis an Weichspüler gestaltet worden.

Meine geliebte, verruchte, perverse, versaute, sadistische, schwarzlederne, bösfiese, muschifeuchte, arschglühende, latexflutschige, kreuzfoltergeile, schwanzfesselnde, drillmächtige Leidenschaft wird zum lieb-netten Comic für den Kaffe&Kuchen-Smalltalk und Jugendunterricht. Schön das wir uns alle so nett finden und voll tolerant sind, aber solche Plakate und die damit vermittelte Aussage lassen die bizarre Lust nach kettenrasselnden Dungeon’s in Hinterhöfen, dresscodegeschützten Rubber-Clubs in düsteren Industriegebieten und konspirative Szenetreffen auf alten Schlössern abkühlen bis zur Fr(u)ostbeule mit dem Geschmack von Vanilla (ich mein nicht das Gewürz!).
Auch wenn es nicht wirklich jemanden kratzt, aber sollte ich je in einem Club oder einem Dungeon ein solches Plakat entdecken kommt dieser auf die schwarze Liste meiner persönlichen Lustkiller.
“I love my daily dose of kink!”
Gruss
Domenique