Fetischtraum-Playparty
Samstag, 29.11.2008, 22:00
Nach dem bizarren Film von Sebastiano Montresor hatte es uns dann unweigerlich an die Fetisch-Traumparty in den Nachbarräumlichkeiten gezogen. Unsere wohlverdiente Belohnung für die vielen Stunden im Kino, bei Gesprächen und vor unseren Laptops. In unserem idyllischen Ferienhaus hatten wir schon heisse Sessions zelebriert, aber es ist noch mal was anderes, sich im Umfeld einer Party vor Publikum auszutoben und zu spielen.
Die Fetisch-Traumparty ist bekannt für die vielen Play-Stations, Darkrooms und Spielecken. Und so kam es, dass ich schon lange nicht mehr so viel gespielt und die Plätze gewechselt habe wie an dieser Party. Dabei nahm ich das Publikum als sehr diskret und rücksichtsvoll wahr. Die Anzahl der Gäste war gerade richtig, so dass eine sehr gute Stimmung auf kam, es aber nicht zu eng wurde. Was mir hier in Kiel auffiel, die Bandbreite der Altersklassen war viel breiter als an den meisten „jungen” Parties in unserer Region.
Als wir eine halbe Stunde nach Türöffnung rein kamen, waren schon aus allen Ecken bekannte Geräusche von Peitschen, Kettchen und stöhnenden Menschen zu hören. Die vielen Spielstationen und Liegezonen wurden die ganze Nacht sehr ausgiebig genutzt, daneben war aber auch die Tanzfläche immer voll. Der Sound, ein Mix von New Wave und Songs quer durch die letzten dreissig Jahre war gut. Irgendwann in der Nacht gab es dann noch eine kleine Sklavenauktion, die den Leute die Möglichkeit gab, die beim Eintritt erhaltenen Fetischtraum Dollars los zu werde. Es war mehr kleine Gaudi, als Inszenierung und das Publikum war doch etwas zurückhaltend. Aber viel habe ich ohnehin nicht wahrgenommen, da wir ständig neue Stellen für unsere Szenen ausprobierten.
Mein heisser Sklave trug zu Beginn der Party seine wunderschöne, russische Lederhundemaske und den glänzenden Zentai-Catsuit und war natürlich angeleint. Ich kam ganz in Leder mit schenkelhohen Lederstiefeln und meiner Lederuniformjacke und Lederkorsage darunter. In den Pfoten des Sklaven die grosse „Spielzeug”-Tasche voll mit Hanfseilen, Klammern, diversen Schlagutensilien und noch viel mehr an Überraschungen. Ich habe fast alles mal eingesetzt und wir hatten echt viel Spass, bis wir dann um drei in der Früh von Andy noch herzlich verabschiedet wurden und Heim fuhren um wenigsten noch zwei, drei Stunden Schlaf zu bekommen, bevor um acht Uhr Morgens Packen angesagt war. Ein geiler Abschluss einer aussergewöhnlichen Reise mit schönen Begegnungen und interessanten Erlebnissen.
Fetisch-Grüsse
Domenique
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