Archive für November, 2008

Infernali

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 28. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Freitag, 28.11.2008 20:00

Der SM-Film „Infernali”(2008) aus New York kam nur ganz knapp noch ins Programm. Einerseits weil Andy den Trailer dieses Films erst spät im Internet entdeckt hatte. “Infernali” wurde erst im Frühling 2008 fertig gestellt ist also beinahe noch warm, frisch aus dem Ofen. Andererseits aber auch, weil beim ersten Betrachten schon nach fünfzehn Minuten Zweifel aufkamen, ob eine solche Bildgewalt des S&M zuviel für eine öffentliche Vorführung sein könnten. Nun ich bin Andy dankbar, dass er uns dieses Kunstwerk nicht vorenthalten hat. Ja Kunstwerk, denn stellenweise wird, dass schon real sehr harte Szenario, mit künstlerischen Verfremdungen von Ton und Bild noch intensiviert und bekommt dadurch einen diabolisch-artifiziellen Charakter. Der ganze Film wird sehr stark geprägt von der aussergewöhnlichen Kameraführung und Schnitttechnik, beides von Francisco berauschend ausgeführt. Lichtführung und Ton/Musik tun ein weiteres um den Betrachter, horrorfilmgleich, zu hypnotisieren. Ein Querschnitt aller gängigen Praktiken aus dem SM-Repertoir wird auf teils schockierende Weise dargestellt. Aber gerade durch die fantastische Bildführung kann man nicht einfach abschalten, berauscht und fasziniert schaut man weiter. Man ist Voyeur und bekommt hier einen sehr aufwühlenden und intensiven Einblick in eine SM-Gemeinschaft in New York.

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Play and Obey

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 28. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Freitag, 28.11.2008 20:00

Etwas überrascht war ich, dass dieser Beitrag aus meiner Heimatstadt Zürich stammt und ich davon bisher noch nichts gehört habe. Dies ist aber nun nach längeren Recherchen verständlich, denn dieser Kurzfilm „Play and Obey” (2006) von Caroline Palla und Pascal Häusermann ist nicht gross in Erscheinung getreten sondern eher schnell wieder in der Versenkung verschwunden und nur sehr schwierig zu finden.

So ist es einmal mehr der guten Spürnase von Andy, dem Fetisch Film Festival-Programmdirektor, anzurechnen, dass dieser Kurzfilm überhaupt gezeigt werden konnte.

Der Film entstand anlässlich der Zusammenarbeit der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich und der FH JOANNEUM Graz (Informationsdesign) für das „Festival neuer Kunst-Steirischer Herbst 06″. Der Projekttitel „Voulez-vous-Foucault”, in dessen Rahmen « Play and Obey” gezeigt wurde, bezieht sich auf das dreiteilige Spätwerk „Sexualität und Wahrheit” von Michel Foucault.

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Femdom Videoclips

Veröffentlicht unter Events, Musik, Video/Movies am 28. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Freitag, 28.11.2008 17:45

Der Freitag beginnt mit einer Auswahl an Kurzfilmen diverser Produzenten und Herkunftsländer. Diese Beiträge einzeln zu Beschreiben, erscheint mir allerdings etwas viel der Ehre für diese Webfilmchen.
Wer sich aber selbst ein Bild davon machen möchte, dem seien die Links nahe gelegt. Ich meinerseits gehe nur sehr kurz darauf ein, denn ich gehöre nicht zum Zielpublikum dieser Filme und bin somit eher etwas voreingenommen (Dominabissigkeit ;-) ).

Ein nettes Musikvideo der spanischen Band Risqué mit dem Titel „Do you believe in heaven”. Die zierliche Frontfrau tritt in Fetischkleidern auf und posiert zum Techno-Sound an diversen Plätzen.

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Riding Women

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 27. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Donnerstag, 27.11.2008, 22:30

Am Ende dieses sehr interessanten Abends gab es dann noch etwas leichtere Kost in Form von Videokurzfilmen einer Firma die ausschliesslich für das Internet produziert und sich der Thematik der “Riding Women” verschrieben hat. Ohne viel Aufwand und technische Raffinessen sind die einzelnen Szenen darauf ausgelegt möglichst regelmässig und schnelle die diversen Member-Download-Webseiten (stiletto.com) zu befüllen. Daher gab es auch einige Schwierigkeiten die speziellen Formate für die Kinovorführung entsprechend zu konvertieren.

Im ersten Film wird gezeigt wie Miss Ariel in einem Wohnzimmer nackt auf den breiten Schultern eines Hünen reitet. Man spürt, dass es ihr wohl echte Lust und Spass bereitet. Sie benutzt in und er reagiert direkt auf ihre Kommandos. Auf ihren Befehl hin zieht er sein Shirt aus und weiter geht es mit den Runden im Wohnzimmer. Sie ist eine sehr geübte „Human Pony”-Reiterin und reitet hart auf den Schultern ihres Ponys herum um ihre Klitoris zu stimulieren und dreht so stöhnend und lachend ihre Runden.

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Dominanz des Weibes – Idee und Wirklichkeit

Veröffentlicht unter Events am 27. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Donnerstag, 27.11.2008 20:00

Zur Abwechslung stand am Donnerstag Abend im Hauptblock einmal kein Film sondern ein Vortrag auf dem Programm der zum Thema des Fetisch Film Festivals passte. Prof. Dr. Michael Salewski (*1938, Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Kiel) hielt einen Vortrag über die «Dominanz des Weibes» mit dem Untertitel «Idee und Wirklichkeit». Der Vortrag wurde umrahmt von zwei thematisch passenden Kurzfilmen die Andreas, der Programmgestalter des Festivals, speziell ausgesucht hat. ”Female Supremacy” und ”Property of the Queen” ein Kurzfilm von Gudrun Herrbold über das OWK.

Prof. Salewski, der bereits seit vielen Jahren zum Thema «Weiberherrschaft» forscht, hatte sich vorgenommen weibliche Macht und Ohnmacht quer durch die Jahrhunderte zu beleuchten und illustrierte seine Ausführungen durch entsprechende Bilder und Darstellungen von Frauen aus den verschiedenen Epochen. Er hat bereits zwei Bücher zum Thema veröffentlicht ( Frauen in Europa, 2005 und Sexualmoral und Zeitgeist im 19. und 20. Jahrhundert”, 1998). Zur Leipziger Buchmesse im März 2009 wird Michael Salewskis neues Buch ”Revolution der Frauen” erscheinen aus dem einige der an diesem Abend präsentierten Thesen stammen.

Sobald dieses sehr interessante Buch im Handel ist, werde ich über die Thesen von Prof.Dr. Michael Salewski berichten.

Women over men
Domenique

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Female Supremacy

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 27. November 2008 von smat

Als Einleitung zum Vortrag von Professor Saliewski wurde der folgende Video von Veronica Vinyl vorgeführt. Er zeigt verschiedene kunsthistorisch wichtige weibliche Darstellungen sowie herausragende Frauenfiguren der Weltgeschichte um dann einen etwas gewagten, um nicht zu sagen anmassenden Bogen zu einigen zeitgenössischen Dominas zu schlagen. Die dürften historisch betrachtet zwar rasch wieder der Vergessenheit anheim fallen, nett anzusehen sind sie aber allemal ;-) .

Male Inferiority Greetings
sm@

PS: Im Anschluss an sein Referat hat sich Professor Saliewski allerdings vehement von diesem Kurzfilm distanziert. Es habe rein gar nichts mit der von ihm postulierten These gemein. Professionelle Dominas seien eher arme Geschöpfe die als Erfüllungsgehilfinnen den Männer zudienen (Nachtrag von der Chefin).

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Property of the Queen

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 27. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Donnerstag, 27.11.2008, 20:00

Der Kurzfilm „Property of the Queen” stammt von der Künstlergruppe Dorothy Vallens. Dies ist ein Zusammenschluss der Künstlerinnen Gudrun Herrbold, Tanja Knauf, Esther Röhrborn und Ursula Rogg. Anfang September 2002 anlässlich eines Besuches im Other World Kingdom (OWK) enstand die Idee zu diesem Film, der dann im Prinzessinnensaal des Opernpalais, Berlin gedreht wurde.

Get the Flash Player to see this video.

Das Interesse galt in erster Linie den Inszenierungen der Frauen und Männer in den gemeinsamen Ritualen in einem matriarchalisch geprägten Umfeld . Das OWK ist ein Unternehmen, dass in der Form einer weiblich geführten Monarchie die Übergeordnetheit der Frau über den Mann verherrlicht. Die Königin Patricia 1. hat dazu die Verfassung (hier ein Auszug) des Königreichs proklamiert. Aus dieser wird im Kurzfilm „Property of the Queen” zitiert und dazwischen erzählt der Staatssklave Thomas über seine Erlebnisse während seines ersten Besuchs des OWK’s.

Mir ist Thomas persönlich bekannt und was er hier vor der Kamera äussert, steht etwas im Gegensatz zu dem wie ich ihn bei den jeweiligen Treffen, anlässlich verschiedener Feierlichkeiten erlebt habe. Nun, ob dies am geschickten Schnitt des Materials liegt oder der manipulativen Interviewerin, möchte ich gar nicht beurteilen.
Aber trotzdem ist es eine interessante, künstlerische Auseinandersetzung mit dem OWK, von denen es bislang noch keine gab. Obwohl der Gedanke, abgelöst von BDSM und Fetischismus, im Zusammenhang mit Emanzipation, Frauen an die Macht, weibliche Herrschaft usw. sicher einiges an Potential hätte.

Women over men!
Domenique

Erotik Nicht vorhanden oder höchstens für OWK-Fans
Handlung Künstlerische Auseinandersetzung mit dem OWK
Technik Videoproduktion
Bildsprache Einfach
Tiefgang Kunstprojekt ??
Seltenheitswert Bei Dorothy Vallens erhältlich
Gesamtwertung ☆☆

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Meins

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 27. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Donnerstag, 27.11.2008, 17:45

Den Spielfim „Meins” (2006) von Christian Pfleger habe ich in meinem Blog im März 2008 schon einmal erwähnt und dort ist auch der Trailer zu sehen. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich den ganzen Film auch noch nicht gesehen. Auch dies hat sich in dieser Woche nun geändert.

„Meins” wurde mit grosser Wahrscheinlichkeit als Weltpremiere am Fetisch Film Festival Kiel 2008 gezeigt, sicher aber als deutsche Erstaufführung. Dazu hat der Regisseur von Palma de Mallorca aus eine sympathische Videobotschaft zugesandt, in der er sich sehr über die Präsentation seines Films am Festival freut und dabei auch noch ein paar Fakten über die Produktionsbedingungen erwähnte. Er bekam viel Unterstützung von der Mallorca Film Academy. Christian Pfleger hat sein Erstlingswerk vollständig in Palma de Mallorca abgedreht. Die MFAcademy ist seit 2007 verbunden mit der Münchnen Film Akademie, wo Christian Pfleger studierte. Die Dreharbeiten wurden aus Budgetgründen in nur 17 Tagen abgedreht, so dass jeder zweite Take im Kasten sein musste. Was zu einem grossen Druck für die Schauspieler und das ganze Produktionsteam führte, aber zum Schluss waren doch alle sehr zufrieden mit dem Ergebnis und es hatte allen sehr viel Spass gemacht, das nicht ganz einfache Drehbuch umzusetzen.

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