Archive für November, 2008

A Master/slave marriage

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 27. November 2008 von smat

Donnerstag, 27.11.2008 17:45

“Master/slave marriage” (2007/28min.) von Dr.Gabriele Hoff ist ein sehr eindrücklicher und offener Einblick in das Eheleben eines BDSM- Paares. Es ist einer von fünf sehr intimen Dokumentarfilmen der Regisseurin über private BDSM-Beziehungen in den USA.

Dr.Gabriele Hoff setzt sich in ihrer Arbeit als Psychologin seit den achziger Jahren intensiv in ihren Studien mit dem Thema einvernehmlichem Sadomasochismus, Dominanz und Unterwerfung, Fetischismus und erotischen Spielarten auseinander. Ihre Filmprojekte sind alle im Zusammenhang mit diesen Studien und ihren Workshops unter dem von ihr geschaffenen Begriff „Erotic Powerplay” entstanden.

Auch sie hat sich sehr über die Präsentation ihres Films am Fetisch Film Festival gefreut und per E-Mail noch kurz vor der Vorstellung eine Botschaft übermittelt. Sie hatte Zweifel, ob ihr Film passt oder nicht, weil er ihrer Meinung nach zu wenig Sex enthalte. Was aber doch eher umgekehrt der Fall ist.
Gerne wäre sie zum Festival angereist, doch leider war dies aus Termingründen nicht möglich.

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Be my Slave

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 26. November 2008 von smat

Mittwoch 26.11.2008 22:15

Der letzte Teil des Mittwoch Abends steht ganz im Zeichen der Video-Darstellerin Carmen Riviera die an einer früheren Fetischtraum-Party mit einer Show aufgetreten ist und damit einen offenbar bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Electric Pussy Boogie

Die Berliner Cyberpunk Band Cromax International hat sich für ihr Musikvideo zum Song «Electric Pussy Boogie» Carmen Rivera als Gaststar geleistet. Das Video ist durchaus amüsant und nicht schlechter als ein durchschnittlicher MTV Beitrag. Aus Rücksicht auf die Qualität dieses Blogs verzichte ich aber dennoch auf die Integration des Videos. Wer es trotzdem sehen will findet es auf YouTube.

Nylon-Luder (Chapter 1)

Die Produktionsfirma von Carmen Riviera hätte für die Vorführung am Fetisch-Film-Festival eigentlich lieber den Video «Nylon-Luder» zeigen lassen. Um dennoch einen Eindruck zu geben wird das erste Kapitel als Teaser gezeigt. «Baronessa Riviera» gibt darin die grausame Frau die eine schriftliche Bewerbung von einem Sklaven erhält und sich darüber vor der Kamera mockiert. Ein Vergleich mit Wanda SM drängt sich auf und verbietet sich gleichzeitig. Zu gross ist der Unterschied der Qualität der beiden Darstellungen.

Be my Slave

Damit sind wir beim Hauptfilm des Spätprogramms. Es gibt ein Merkmal, das diese Produktion aus dem riesigen Meer von Femdom-Massen-Videos heraushebt: «Erlebe Deine Herrin aus der Sklaven-Perspektive! Eine virtuelle Erziehung die dich in die Rolle meines Opfers versetzt! Knie nieder vor mir, Sklave!» steht auf dem Cover zu lesen. «Und mach Dich auf etwas gefasst» ist man versucht hinzuzufügen.

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Born in a Barn

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 26. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Mittwoch, 26.11.2008, 17:45

Der fünfzig-minütige Film „Born in a Barn”(2004) von Elizabeth Elson gehört einerseits in die Reihe der Human Pet Movies an diesem Festival und ist aber gleichzeitig auch einer der Filme bei dem wieder eine Frau die Regie führte. Es fällt auf, dass es viele Regisseurinnen bei den hier gezeigten Fetisch, BDSM oder Pet-Filme gibt. Zufall, Auswahl des Veranstalters oder verbreitet in der Fetischfilm-Szene?

Nun „Born In A Barn” ist ein Dok-Film über die PonyPlayer-Community an der amerikanischen Ostküste. Es werden Paare interviewt die das Human Pony Play in ihrer Beziehung genussvoll und selbstverständlich ausleben und Singles die Spielpartner gefunden haben für die Dressur und Ausritte als menschliches Pony in der Natur. Eindrücklich wie eine Gruppe, bei einer Bed&Breakfest-Pension mitten in einem Wald, gemeinsam einen ganzen Pferdestahl aufbauen und die menschlichen Ponies im Pferdeanhänger gebracht werden. Die Glückseligkeit in den Augen der Teilnehmer in diesem speziellen Ferien-Ponie-Camp ist beeindruckend. Alle Akteure wirken in sich ausgeglichen, unkompliziert in ihrer Freude, ohne gross nachzudenken oder zu reflektieren über ihr doch spezielles Hobby. Es fällt auf wie bei US-Dok-Filmen über BDSM und dergleichen mehrheitlich die Freude gezeigt wird und Probleme tendenziell ausgeblendet werden. Ganz im Gegensatz zu den meisten europäischen Dokumentationen.

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A Dog’s Tale

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 26. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Mittwoch, 26.11.2008, 17:45

Der Film „A Dog´s Tale”(Kurzfilm: 16min.) von Steven Speliotis eröffnete den heutigen Abend. Dem Film sieht man den professionellen Background des Regisseurs an. Er ist Berufsfotograf und arbeitet unter anderem auch für Playboy. Daneben beschäftigt er sich sehr mit japanischer Bondage, hat ein ansprechendes Fotobuch “Asia Bondage” veröffentlicht und eine Bondage-Einführungs-DVD gedreht. Diese Hintergründe haben sicher zur Entstehung dieser sehr ästhetischen, aber zum Teil etwas langatmigen Bildkompositionen beigetragen. Bemerkenswert an diesem Film ist die Switcher-Szene, in der die beiden Darsteller die Rolle wechseln. Was eher selten in Filmen dieser Klasse gezeigt wird und sehr schön umgesetzt wurde. Dies sicher auch weil der Regisseur wohl gleich selbst seine Leidenschaft und Fantasie vor der Kamera auslebte. Nun wer sich jetzt selbst ein Bild diese schönen Kurzfilmes machen möchte, dem sei hier ein kleiner Youtube-Ausschnitt als Appetithappen gereicht (Sklaven dürfen ihn nur auf den Knien anschauen).

Grüsse aus dem Kinosessel
Domenique

Erotik Frauenfreundlich
Handlung Kurz und schnurz
Technik Videoproduktion
Bildsprache Ästhetisch, Andrew Blake lässt grüssen
Tiefgang Knapp über der Nullgrenze
Seltenheitswert Als DVD erhältlich
Gesamtwertung ★★☆☆

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Susan for now

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 25. November 2008 von smat

Dienstag, 25.11.2008 22:15

Der rund 50-minütige englisch gesprochene Dokumentarfilm (ohne Untertitel) von Robin Franzi ist ein Streifzug durch die BDSM Szene von Seattle. In der Einleitung stellt sich die Filmemacherin als geschiedene Mitvierzigerin vor, die als Finanzanalystin arbeitet. Es wird angedeutet, dass die Scheidung ihr erlaubt hat, nach Ende der zehnjährigen Ehe lang gehegte Fantasien und sexuelle Freiheiten zu leben. Der Film zeigt die Menschen denen sie beim Eintauchen in die BDSM Szene begegnet ist. Die Autorin führt Interviews mit verschiedenen Menschen die sich in der Szene bewegen. Wir erfahren etwas über deren Vorlieben die zum Teil in Ausschnitten aus Sessions auch dokumentiert werden.

Die Begeisterung von Franzi für die BDSM Szene und allem was damit verbunden ist, ist so gross, dass sie sich sogar überlegt hatte nach Kiel zu reisen um mit dem Publikum über ihren Film und sein Thema zu diskutieren. Diese Begeisterung für das Thema ist die grösste Stärke und gleichzeitig die grösste Schwäche dieses Films. Eine Stärke ist es weil es Franzi durch ihre ansteckend wirkende Begeisterung gelungen ist Menschen vor die Kamera zu bringen die ihre Leidenschaft sonst eher im verborgenen zelebrieren. Eine Schwäche ist dies darum weil über weite Strecken der Eindruck entsteht, dass einfach jede Aussage und Äusserung eines BDSM-Adepten mit einbezogen wurde einfach weil sie da war.

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BDSM – it’s not what you think

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 25. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Mittwoch, 26.11.2008, 22:15

Der längere Kurzfilm (26min.) von Erin Palmquist ist ein weiterer Dokumetarfilm im Festival, der von einer Frau gedreht wurde. „BDSM: It’s Not What You Think” versucht falsche Vorurteile und Klischees über BDSM und Fetischismus aufzuklären. Erin Palmquist hat dazu einige Aktivisten aus der BDSM-Community von San Francisco interviewt. Der Film ist erst kürzlich, am 27.05.2008, fertiggestellt worden und ist somit ein recht aktuelles Zeitdokument.

Wie in anderen Dok-Filmen aus den USA fällt auch hier auf, wie positive und dezidierte die Protagonisten über das Thema sprechen. Sie sind sich ihrer Sache sicher und haben BDSM klar in ihr Leben integriert und das Coming-Out vollzogen.
Die Antworten der Befragten klären einige Missverständnisse die in der Gesellschaft über BDSM kursieren und bieten Neueinsteigern eine kleine Wegleitung um die ärgsten Fehler zu vermeiden.

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Tabubruch 1

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 25. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Dienstag, 25.11.2008 17:45

Der heutige Abend ist den Dokumentarfilmen gewidmet. Gestartet wird mit “Tabubruch 1″ von Axel Tüting der in Zusammenarbeit mit Gerhard Stahl (Wir leben…SM) im Jahr 2005 entstanden ist. Das Projekt, dass ursprünglich als Fortsetzung mit drei Teilen geplant war, porträtiert Menschen und Paare aus der BDSM-Szene Deutschlands.

Regina und Chris in ihrer ganz normalen Umgebung mit Schrebergarten mit Rosenzucht („Rosendornen sind doch ganz SM-ich”). Die dann doch nicht ganz normal ist, weil die zwanzig Jahre ältere Regina als Herrin von Chris 24/7 die strenge Führung in der Beziehung innehat. Wobei ihr Sohn (19), der noch unter dem gleichen Dach lebt, doch manchmal ob der Geräuschkulisse seine liebe Mühe hat in dieser „normalen” Wohngemeinschaft.

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Halbzeit beim Fetisch Film Festivals Kiel 2008

Veröffentlicht unter Events, Video/Movies am 24. November 2008 von Domenique von Sternenberg

Montag, 24.11 2008, 23:55

Mittlerweile haben wir den fünften Tag des Fetisch Film Festivals Kiel 2008 hinter uns, zwölf Hauptfilme und elf Kurzfilme von unterschiedlichster Couleur und Qualität. Einige wirkliche Trouvaillen bei den Kurzfilmen wie „1000 Küsse an Wanda” und meine persönliche Entdeckung „Noviciat”. Bei den Hauptfilmen haben mich „Going Under” als Spielfilm und „Mano Destra” als Kunstfilm am meisten beeindruckt. Die Szene-Klassiker „Secretary” und die „Geschichte der O.” waren klar die Kassenschlager. Was bei mir die Frage aufwirft: Wo bleibt die Neugierde und Abenteuerlust der KinobesucherInnen bei einem so vielfältigen Fetisch-Film-Programm. Denn die beiden Kassenschlager liefen schon mehrfach im Fernsehen und sind wohl jedem in der Szene bestens bekannt. Überhaupt ist die Resonanz auf das Fetisch Film Festival in Kiel, trotz umfassender Bewerbung, eher als klein zu beurteilen. Gerade die Szene hat anscheinend kein Interesse an Aktivitäten dieser Art. So fand heute in der TraumGmbH der monatliche Treff des SM-Stammtischs-Kiel statt und trotzdem lockte dies auch nicht wesentlich mehr Besucher in die Vorstellungen. So geht es auch mit dem SaMba-BDSM-Stammtisch-Kiel, der bisher nur sehr vereinzelt in Erscheinung trat.

Da stellen sich natürlich sofort einige Fragen. Besteht denn überhaupt ein Interesse an einer filmischen Auseinandersetzung mit dem Thema Fetisch und BDSM? Sind wir heute was dieses Thema betrifft gesättigt durch Internet und TV? Oder auch ganz konkret liebe Leserin, lieber Leser, würdest Du ein Fetisch Film Festival in Deiner Region besuchen und dies vielleicht sogar an mehreren Abenden?

Was das Traumkino (Andy) hier auf die Beine gestellt hat, sucht weltweit seinesgleichen. Dies bestätigen auch die E-Mails von Regisseuren und Produzenten mit Grussworten und Glückwünschen die hier laufend eintreffen. An dieser Stelle auch von mir und meinem Sekretär mal ein herzliches Dankeschön an die TraumGmbH, das ganze Team und besonders Andy!

Grüsse aus dem Darkroom
Domenique

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