Archive für November, 2009

Extasia 09 oder die Suche nach Erotik

Veröffentlicht unter Aus dem Alltag, Events am 30. November 2009 von Domenique von Sternenberg

Auch wenn ich meine heutige “to do”-Liste erst zur Hälfte abgearbeitet habe, möchte ich trotzdem noch ein paar Worte zum Ausflug mit meinem “Biest” am letzten Samstag an die Extasia 09 in Basel festhalten.

Die grösste Erotikmesse der Schweiz, wie sie sich selbst bezeichnet, fand bis vor einem Jahr in Zürich statt. Durch das ungelöste Problem eine geeignete Location zu finden, musste sie nach Basel in die St.Jakob-Arena ausweichen. Ein netter Bentonbau mit perfektem Verkehrsanschluss und breiten Gehwegen, wie es sich für ein gutes schweizerisches Eishockey-Stadion gehört. Auch das Publikum unterschied sich nicht wesentlich von einem Spieltag. Es bestand in der Grosszahl aus 18 bis 30 Jährigen männlichen Besuchern die sich brünstig durch die Gänge und vor den Shows drängten. Je grösser die Clique der jungen Männer war, desto höher war jeweils auch der Alkohol- und der verursachte Lärmpegel. Überraschend war aber, dass doch etliche Frauen ihre Männer begleiteten und dabei teilweise sehr hübsch und sexy angezogen waren.

Ich meinerseits, habe mich in strenges Leder mit Korsett, Lederblazer und hohen Stiefeln geworfen. Und im Wissen, dass unzählige Kameras Fotos schiessen würden, von denen man am Ende nie weiss wo diese landen, habe auch noch meine grösste Sonnenbrille aufgesetzt. Mein Subbie wurde in einen sehr schicken, schwarzen Anzug inklusive Krawatte gesteckt. Dazu hatte er die original “Bob Basset”- Fuchsmaske mit Maulkorb, Halsband sowie Handfesseln, Mundknebel und Gummi-Fäustlinge anzuziehen. Wir haben uns vorab lange überlegt, ob es eine gute Idee ist, sich an einer solchen Messe so auffällig zu präsentieren. Wäre es doch um ein vielfaches einfacher und risikoloser im durchschnittlichen Strassen-Look in die Masse einzutauchen und sich so das Gebotene unkompliziert und unauffällig anzusehen. Aber die vielen lustigen, begeisterten und überraschten Reaktionen die wir an anderen Events für unser auffallendes Outfits als “Domina mit Biest” bekamen, liess uns hoffen, dass wir auch an einer reinen “Vanilla-Erotik-Messe” unseren Spass haben würden.

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Geschenk von meiner Sklavin – Floggers by Toolworks Chicago Inc.

Veröffentlicht unter BDSM-Lifestyle, Neue Toys, Shops am 30. November 2009 von Domenique von Sternenberg

Vor vielen Jahren habe ich in Tschechien einmal einer hübschen blonden Lady aus den USA lange bei einer harten aber sehr stimmigen Peitschenlektion zugeschaut. Dabei hat mich neben der gefühlvollen Vorführung auch ihr exquisites Equipment fasziniert. Einerseits zwei wundervolle Flogger (mehrschwänzige Peitschen) die von ihr nahezu tänzerisch, beidhändig und sehr gekonnt geführte wurden. Eine eine einzigartige Dragontail-Peitsche des gleichen Herstellers gehörte auch zu ihrem exklusiven Equipment, eine Peitsche die ich so in der Art noch nie gesehen hatte. Das besondere bei diesen Toys waren, neben einer hohen Qualität, die wunderschön aus Aluminium gedrechselten und fein polierten Griffe.

Diese Peitschen gingen mir nicht mehr aus dem Kopf und ein oder zwei Jahre später erinnerte ich mich wieder an die Vorführung der amerikanischen Lady und ihre exquisiten Peitschen. Über sehr verschlunge Pfade in die USA fand ich sie dann in Californien wieder und konnte sie doch noch nach dem Hersteller dieser aussergewöhnlichen Schlagwerkzeugen befragen.

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Toxyd das BDSM-Domizil, Hamburg

Veröffentlicht unter BDSM-Lifestyle, Locations am 27. November 2009 von Domenique von Sternenberg

Auch wenn es so gar nicht verrucht, geheimnisvoll und düster daher kommt wie im vorhergehenden Artikel diskutiert wurde, möchte ich hier das vor wenigen Tagen eröffnete Toxyd BDSM-Domizil in Hamburg doch sehr gerne in meinem Blog erwähnen. Mir gefällt, dass bei der Gestaltung der Räumlichkeiten ein anderen Weg gewählt wurde als sonst meist üblich. Den die klassische Schwarz-Rot SM-Romantik ist doch mittlerweile allerorten anzutreffen. Die bei Tageslicht geschossen Fotos der Räumlichkeiten zeigen ein sehr wohnliches Ambiente, das sich bei Nacht unter stimmungsvollem Kerzenlicht zum erotischer Salon mit ausgefallenem Mobiliar, inklusive Klinikzimmer und Sprudelwanne verwandelt.

Das Toxyd-Appartement ist sicher eine wundervolle Location für einen bizarren Besuch Hamburgs mit den vielen interessanten BDSM-Adressen. Natürlich werde ich so bald als möglich selbst einmal mit meinem Sklaven dort übernachten und die aussergewöhnlichen Gerätschaften ausprobieren. Denn auch das Preis/Leistungsverhältnis entspricht einem sehr angenehmem Niveau.

Moin moin
Domenique

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BDSM-Aufklärung und SM-Mainstream

Veröffentlicht unter Aus dem Alltag am 26. November 2009 von Domenique von Sternenberg

Auf den diversen BDSM-Plauder-Websiten lese ich immer wieder über den  “Kampf gegen die immer noch bestehende Ächtung und Vorverurteilung von BDSM-Genossinnen und Genossen”. Wie dringend notwendig es doch sei, die BDSM-Aufklärung der Gesellschaft weiter voran zu treiben, so dass endlich alle auf unserem hübschen Planeten wissen, akzeptieren, ja sogar freudig einstimmen in den Chor “Ja, sie wollen doch nur spielen”.

Nun ja, diese Notwendigkeit will ich hier ja nicht grundsätzlich in Abrede stellen oder gar ins Lächerliche ziehen. Denn auch ich bin hin und wieder dafür eingestanden (Dok-Film am TV, Interviews, Theaterauftritte usw.), habe Aufklärung betrieben und werde dies auch weiterhin tun.

Aber kennst Du das nicht auch, wenn etwas heimliches, lieb gewordenes, das den Nimbus des leicht Anrüchigen oder Verbotenen hat, ans Licht der Öffentlichkeit gebracht und plötzlich allgemein gutgeheissen wird. Wie dieses Geheimnis dann unweigerlich viel von seinem magischen Reiz verliert und so vielleicht sogar Dein Interesse geschmälert wird?

Mir geht es auf jeden Fall so. Einerseits möchte ich als Individuum in meiner Gesamtheit von meinem näheren Umfeld und von der Gesellschaft akzeptiert werden und anderseits liebe ich das kribbelnde, geile Gefühl, wenn ich unter meinem langen Regenmantel in glänzendes Latex gekleidet aus dem Haus schleiche. In der einen latexbehandschuhten Hand den Koffer voller erotischer “Quäl”- Utensilien und in der anderen Hand das eine Ende der Leine an der mein sexy Sklave festgebunden  ist.

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Vex Clothing

Veröffentlicht unter Fashion, Shops am 20. November 2009 von Domenique von Sternenberg


Hier von einem Geheimtipp zu sprechen wäre ziemlich falsch, denn Vex Clothing aus Chicago wurde schon 1997 von Laura Petrielli-Pulice gegründet und ist regelmässig auf allen grossen Latex-Events vertreten. Allerdings in Europa ist dieses Label nicht ganz so bekannt, wie es eigentlich die sehr ausgefallenen Latexkleider verdient hätten. Die Philosophie von Vex Clothing war es immer aussergerwöhnliche Kreationen zu entwerfen, die aber auch im Alltag zu tragen sind. Laura Petrielli-Pulice produziert ihre Latexkleider in Handarbeit im eigenen Studio und entwirft immer wieder thematisch abgestimmte Kollektionen.

Der neue Video-Teaser zeigt das Fotoshooting mit dem Model Darenzia für den neuen Katalog mit der brandaktuellen Linie, die auf Ende des Jahr erscheinen wird.

Latexgrüsse
Domenique

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Ex-Sklaven und Fundstück des Tages

Veröffentlicht unter Aus dem Alltag, Neue Toys am 19. November 2009 von Domenique von Sternenberg

Gestern war ich den ganzen Tag in Zürich unterwegs. Ein paar nebensächliche kleine Dinge mussten erledigt oder abgeklärt werden. Dazwischen gab es ein herrliches Mittagsessen mit einem Ex-Sklaven, der über die vielen Jahre zu einem guten Freund geworden ist. Das Restaurant war wie immer sehr angenehmen und die absolut fantastische Aussicht über Zürich und den Zürichsee ist einfach berauschend. Die Sonne schien auf unseren Tisch und liess den Rosé funkeln wie einen hellen Rubin und unser Gespräch plätscherte schön dahin wie ein klarer Bergbach.

Danach ging es wieder hinunter in die, mit Baustellen übersäte Grossstadt, in den Kreis 5. In Zürich wird gebaut, auf Teufel komm raus. Überall werden unergründliche Löcher in die Tiefen des Untergrunds gebuddelt. Eigentlich müssten die Stadtfarben von blau-weiss in das rot-weiss der unzähligen Bauabsperrungen geändert werden.

Die nächsten zwei Stunden wollte ich in einem ruhigen Café mit WLAN-Netz überbrücken und den Artikel über den Insex.com-Film beenden. Auf meiner Suche fand ich dann eine der Starbucks-Filialen der Stadt. Die bieten, leider etwas umständlich mit einstündigen Zugangscode-Kärtchen, kostenlosen WLAN-Zugriff an. Eine nicht zu unterschätzende Verführung bei Starbucks sind für eine Naschkatze allerdings die leckeren, aber gewaltigen Kalorienbomben an Getränken und Süsswaren. Etwas überraschender war allerdings die Schwierigkeit Ruhe zu finden um ungestört schreiben und recherchieren zu können. Denn einen völlig heiss gelaufenen, männlichen Servicemitarbeiter haben meine schenkellangen Lederstiefel, der Ledermantel und mein Minijupe wie ein Magnet angezogen. Ständig schlich er gebückt um mein Tischchen herum und putzte wie wild alles ab was in meiner unmittelbaren Nähe stand. Als er dann sogar auf den Knien vor mir herum rutschte um unter meinen Minirock zu spähen, ging es mir doch zu weit. Nicht dass ich es nicht gewöhnt wäre auf den Knien herum rutschende Männer vor mir zu haben, aber in einem Starbucks ist dies dann doch etwas unangenehm. Zum Glück war ich mit dem Schreiben gerade fertig und konnte den Artikel publizieren. Damit war dann auch mein Aufenthalt sowie die “sexuelle” ;-)   Belästigung beendet.

Ein kleiner Spaziergang durch das Quartier und um dessen Bauabsperrungen herum, führte mich zum einem edlen Outlet-Shop eines Schweizer Luxus-Modehauses. Nebst wundervollen Kleidern zu allerdings immer noch beeindruckenden Preisen fand ich das “Fundstück des Tages”.

Ein cooles Halsband der Edelklasse aus Paris zu einem Schnäppchenpreis von gerade mal noch 31 Franken. Für welche Träger das Modehaus diese Accessoire eingekauft hat, war nicht ersichtlich. Denn die Halsbänder und Edelleinen waren die einzigen Artikel aus der Tierabteilung. Das wissende Lächeln der Verkäuferin, als ich es mir kurz um den Hals hielt um die richtige Grösse für meinen Sklaven zu ermitteln, liess einiges vermuten.

Kurze Zeit später traf ich meinen “Bad Boy” und überreichte ihm sogleich freudig das kleine Präsent. Er hat sich sehr gefreut und es gleich anprobiert, ein längeres Tragen war allerdings an diesem Abend nicht möglich. Für den Anlass, den wir besuchten, wurde ein etwas anderer Dresscode erwartet.

Grüsse an alle Bad Boys & Girls
Domenique

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“Graphic Sexual Horror” Dokumentarfilm

Veröffentlicht unter Video/Movies am 18. November 2009 von Domenique von Sternenberg


Dokumentarfilm (USA/S/2009)

Gleich vorneweg als kleinen Warnhinweis: Es handelt sich beim Inhalt dieses Dokumentarfilms nicht um einen Femdom-Film und der Trailer zeigt heftige BDSM-Szenen in denen Frauen gefoltert werden.

Der Dokumentarfilm “Graphic Sexual Horror” wurde von den ehemaligen Mitgliedern der Firmenleitung, Anna Loretzon und Barbara Bell im Jahre 2008 über die Geschichte von Intersec Interactive Inc. gedreht. Die Firma wurde von Brent Scott gegründet und war von 1997 bis 2005 unter dem Namen Insex.com online. Sie gehörte zu den weltweit grössten Member-BDSM-Internetsite. In der Darstellung von sadomasochistischen Praktiken im Internet nahm sie eine grosse Vorreiterrolle ein und war durch die äusserst realistische Darstellung bekannt und auch geächtet. Die Frauen die meist über Inserate im Raum New York City gefunden wurden, nahmen alle freiwillig an den Dreharbeiten teil. Ihnen wurde echter Schmerz zugefügt und die sehr intensiven Szenen wurden unter völlig realistischen Bedingungen abgedreht. Jede Darstellerin erhielt ein “Safeword” und wurde von einer dafür extra eingesetzten Frau überwacht um allzu heftige Szenen umgehend abzubrechen, wenn die Darstellerin meinte den Torturen nicht mehr gewachsen zu sein. In den Szenen wurde nicht wie sonst meist üblich “geschauspielert” und möglichst versucht Spuren zu vermeiden, sondern bei Insex.com war gerade die völlige Authentizität einer der grossen Unterschiede zu den klassischen Produktionen.

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Rosshaarpeitschen – oder doch das Pferd vom Schwanz her aufzäumen

Veröffentlicht unter BDSM-Lifestyle, Neue Toys am 17. November 2009 von Domenique von Sternenberg
Eigentlich ist es schon beinahe beschämend für eine Flagellantin wie mich, dass ich in meiner grossen und schönen Sammlung von unterschiedlichsten Schlagutensilien keine einsatztaugliche Rosshaarpeitsche habe. Denn bei denjenigen die ich mein Eigen nenne, handelt es sich bei der einen um ein chinesische Rosshaarpeitsche von Freunden aus Honkong und eine habe ich vor langer Zeit bei einer Dominastudioauflösung von einer Freundin geerbt. Doch beide haben eine sehr unangenehme Eigenschaft. Sie verlieren beim Einsatz so viele Haare, dass ich jedes mal ein Heer von Putzsklaven in den Kampf schicken muss um die vielen herumliegenden Einzelsträhnen zu beseitigen.
www.rosshaarpeitschen.de

Aber auch bei den Parties in meinen Räumlichkeiten ist es bei den Rosshaarpeitschen der Gastladies zu regelmässigem und unangenehmen Haarausfall gekommen. Dies hat dazu geführt, dass ich bis jetzt die weitreichenden Qualitäten der Rosshaarpeitschen etwas übersehen habe. Aber bei guter Herstellung und guter Qualität ist so ein Teil eine herrliche Ergänzung bei den erzieherischen und sadomasochistischen Exerzitien.

Da ich selbst bis jetzt sehr wenig wusste über die notwendige Pflege und richtige Lagerung solcher Peitschen, habe ich mich mal auf die Suche  nach passenden Pflegetipps und Herstellern gemacht. Denn die Rosshaarpeitsche ist eine wirklich wunderbare Ergänzung für ein längere Flagellations-Session.

Die Rosshaarpeitsche wird leider meist etwas verkannt als Softwhip, was aber mehr auf einer Unkenntnis beruht. Die seidig glänzenden Peitschen können sich in der Länge, Haarqualität und Balance unterscheiden, was dann auch die Unterschiede beim Schlagen in der Hand des Aktiven und der Wirkung auf der Haut des Passiven ausmacht. So ist die Wirkungsweise ausgehend vom streichelnden Klaps, über das Warm-up für eine Flag-Session, bis zu dem schmerzenden Stechen der harten, äusserst intensiven Schlägen. Wo die Haut im Anschluss schon mal Blutergüsse und kleine, blutende Schnitte aufweisen kann.

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