Partybericht zu Cabaret Bizarre by Noir Bizarre

Die Party Cabaret Bizarre am vergangenen Samstag in Basel war nach meiner Meinung ein echter Erfolg. Das Sudhaus zeigte sich als sehr originelle Location und platzte zeitweise durch den grossen Besucherandrang beinahe aus den Nähten. Der zu Beginn etwas ungewohnte Sound mit Neo Swing, Sleazy Rock’n Roll, Glamour Rock, Trash, Gypsy Punk Folk, Postindustrial und Rockabilly heizte die volle Halle richtig ein. Das Publikum ist der Aufforderung des Veranstalters, sich dem Anlass entsprechend kreativ zu kleiden, sehr zahlreich und mit viel Fantasie gefolgt. Da waren erotische 50’s Girls mit Nahtstrümpfen und Highhheels zu sehen, coole Gents mit Hut, Mafiosis mit Geigenkoffer und vereinzelt auch ein paar gewöhnungsbedürftige Kostüme wie zum Beispiel ein Indianerhäuptling oder zwei Eisbären. Einige wenige klassische Fetischisten, vielleicht Leser meines Blogs, waren ebenfalls auszumachen und natürlich, nicht zu vergessen, eine sehr grosse Cyber-Domina auf Plateau-Highheels mit ihrem Sklave an der Leine, nämlich meiner eins.

Mein Sklave wurde um ein Haar nicht eingelassen, da sein Name nicht auf der Gästeliste eingetragen war (wozu auch, als mein Besitz gehört er zu mir wie meine Handtasche und die war ja auch nicht auf der Liste :-) ). So habe ich ihn kurzerhand an die Garderobe gebunden und die strenge Herrin der Gästeliste gebeten, dieses kleine Problem doch direkt mit ihrem Chef zu klären. Und siehe da, schon nach kurzer Zeit brachte ein sympathischer und stilechter Bell Boy mit einem breiten Grinsen im Gesicht, mein Eigentum an der Leine zu mir in den Saal.

Vereinzelt sah man an diesem Abend da und dort auch Reitgerten auftauchen, doch es fehlte wohl allgemein etwas an Mut diese zum Einsatz zu bringen oder auch andere Fantasien in die Tat umzusetzen. Allgemein empfand ich das Publikum als etwas schüchtern und zurückhaltend. Dies kam dann auch bei den Shows zum Ausdruck. Die wirklich interessanten Künstlerinnen und Künstler, allen voran der bizarre Joe Black als Conferencier mit seiner abwechselnd schmeichelnden und rauen Stimme und seinem schwarzen, englischen Humor mussten hart kämpfen um die Stimmung anzuheizen und einen ordentlichen Applaus aus dem Publikum heraus zu locken. Da zeigte sich wohl wieder einmal die schweizerische Zurückhaltung und vielleicht auch etwas die Übersättigung durch die MTV- und Youtube-Konsumkultur.

Foto by Roxy Velvet

Es gab erotische Burlesque-Auftritte von Roxy Velvet und Roxy Diamond, bizarre Varieté-Nummern von Missy Macabre and The Baron, eine Travestie-Show von Akimbo, eine gefährliche Feuerakrobatik-Nummer von Zora Viperaz und als grosses Schock-Finale, nochmals die fantastische Roxy Velvet als blutrünstige Krankenschwester.

Fazit, ich und mein Vagabund an der Leine habe uns köstlich amüsiert, viel heisse Outfits gesehen und einen abgefahrenen Musikmix sowie absolut geile Showacts geniessen können. Einzig die beiden Bar-Crews hatten Mühe mit der grossen Nachfrage Schritt zu halten und wirkten über längere Zeit ziemlich stark überfordert. Aber bei einer nächsten Party von Noir Bizarre werden wir mit Sicherheit wieder dabei sein und berichten. Ein grosses Danke an Fabrice und sein ganzes Team!

Grüsse aus dem Bizzare-Office
Domenique

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Eine Antwort zu “Partybericht zu Cabaret Bizarre by Noir Bizarre”

  1. Bell Boy schreibt:

    Das nächste Cabaret Bizarre findet am 17.4.2010 wieder im Sudhaus in Basel statt. Expecting you!
    http://www.myspace.com/noirbizarre

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