Fetisch Film Festival, Samstag 30.10.2010
Samstag, 30.10.2010, 13:00 Uhr
Shibari
Kurzfilm (USA/20?) von Ceaser Pink
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Der gezeigte Film “Shibari” wurde aus einer Serie von Kurzfilmen in Schwarz/Weiss des Künstlers Caeser Pink ausgewählt. Allen eigen ist die bewusst fehlende Tonspur und die Zeitlupen-Aufnahme. Der Regisseur, der im übrigen auch Musiker ist, hat auf diese verzichtet weil er den meditativen Charakter der Shibari-Performance hervorheben wollte. Diese Wirkung ist beim gezeigten Film gut zu spüren.
Doch viel interessanter empfand ich die Wirkung, dass der Eindruck entstand, hier eine Fundstück aus undefinierbarer Zeitepoche zu betrachten. Durch das Weglassen des Tons, die körnige Qualität der Zeitlupen-Aufnahme und die amateurhaft wirkende Kameraführung kann man den Film zeitlich nicht einordnen und man hat das Gefühl, einen im Dachstock oder Keller gefundenen, privaten Film zu betrachten.
Was die Shibari-Performance betrifft, ist sie recht schön gemacht und die zärtliche Verbindung zwischen den beiden Frauen ist gut wahrnehmbar. Ich persönlich konnte aber in dem maskenhaften Gesicht des Modells leider die Emotionen nicht wirklich erkennen. Wer die beiden sind entzieht sich meiner Kenntnis, aber vielleicht weiss dazu einer meiner Leserinnen oder Leser mehr.
Interessant finde ich auch, dass bei diesem acht Minuten dauernden Film zeitweise ein Mikrofon im Bild auftauchte oder gar die von Hand geführte zweite Kamera im Bild zu sehen war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei dem angegebenen Vorsatz, eine meditativen Wirkung erreichen zu wollen, solche “Fehler” zum Konzept des Kurzfilms gehören können. Einen Film dann derart zu veröffentlichen erscheint mir etwas gewöhnungsbedürftig und dass dieser vom Publikum auch noch zum besten Kurzfilm des Festivals gekürt wurde, ist für mich schwerlich nachvollziehbar.
Regie: Caeser Pink
Dauer: 8Min./ ohne Worte
| Erotik | für Bondage- und Shibari-Fans |
| Handlung | Performance |
| Technik | einfache Videotechnik |
| Bildsprache | schlicht und konzentriert |
| Tiefgang | meditative Wirkung |
| Seltenheitswert | via Youtube |
| Gesamtwertung | ★★☆☆☆ |
*****
Should i really do it?
Dokumentarfilm (T/2008) von Ismail Necmi
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Mit dem Film “Soll ich es wirklich tun?” gibt uns Ismail Necmi einen berührenden Einblick in einen entscheidenden Abschnitt in Petra Woschniak’s Leben. Die Gespräche in den etwas eigenartig arrangierten Sitzungen bei dem “maskierten” Psychotherapeuten, bilden den Leitfaden und werden von Aufnahmen aus ihrem Alltag ergänzt.
Das Leben von Petra ist geprägt von dem quirligen Alltag in Istanbul, dem kreativen sowie exzessiven Partyleben dort und der ruhigen, schicksalsbehafteten Heimat bei Hamburg. Dorthin kehrt sie zurück um ihrer krebskranken Zwillingsschwester kurz vor dem Tod beizustehen. Ihren Vater hat sie schon früher durch die selbe Krankheit verloren und nach der Schwester trifft es auch noch die Mutter. Sie selbst erhält auch noch die selbe ärztliche Krankheitsdiagnose.
Man begleitet sie in ihrem Zwiespalt, nochmals durchzustarten mit wilden Parties, Drogen und Sex oder sich für die Ruhe auf dem Lande in Deutschland und der gesicherten, ärztlichen Betreuung zu entscheiden.

„Dies ist nicht als Fetisch-Film gedacht“(Ismail Necmi), diese Aussage hatte ich schon im Vorfeld gehört und dies hat sich dann auch bewahrheitet. Auch wenn der Psychotherapeut aus unerklärlichen Gründen während des ganzen Films eine Latexmaske mit Perücke trägt, ist es deshalb noch lange kein Fetisch-Film.
Wenn mir, nach beinahe einem Dutzend Fetisch- und BDSM-Filmen an den vergangenen zwei Abenden, ein Dokumentarfilm dieser Thematik vorgeführt wird, dann fühlt sich das etwa an wie ein Schlag in die Magengrube. Ich bin dahingehend vielleicht etwas dünnhäutig, aber meine Lust auf Fetisch ist während dieses Dokumentarfilms auf Null gesunken. Ich war hin und her gerissen zwischen den Gedanken über meine eigene wilde Partyvergangenheit, die gestorbenen Freunde aus der Club-Szene und der Krebsdiagnose in meiner nächsten Verwandtschaft.
Ein Film der nach meiner Meinung nicht in das Fetisch Film Festival gehört hätte. Aber für mich vielleicht gerade deshalb ein unerwartetes und berührendes Erlebnis war.
| Erotik | nicht Thema dieses Films |
| Handlung | Dokumentarfilm |
| Technik | professionelle Videoproduktion |
| Bildsprache | dokumentarisch-künstlerisch |
| Tiefgang | berührend, nachdenklich |
| Seltenheitswert | beim Regisseur |
| Gesamtwertung | ★★★★☆ |
Regie: Ismail Necmi
Kamera:
Dauer: 86Min./ deutsch, englische Untertitel
*****
Samstag, 30.10.2010, 15:00 Uhr
Venus im Pelz
Theateraufzeichnung (BRD/2010) von Florian Dedio

Zu Gast in Kiel: Regisseur Florian Dedio
Ein Klassiker der Literatur, der schon kurz nach Erstveröffentlichung 1870 zu einer viel gelesenen Novelle aufstieg. Auf den Index schaffte es die Geschichte allerdings erstmals 1958. Dass es die Erzählung erst jetzt auf die Theaterbühne schaffte, ist doch etwas überraschend. Das sie dazu auch noch unabhängig voneinander gleich in Leipzig (2006), in Buenos Aires (2007), in Linz (2009), New York (2010) und in Rostock (2010) aufgeführt wurde, löst doch Fragen nach dem Stand des aktuellen Zeitgeistes aus.
Die hier gezeigte Aufnahme des Theaterstücks hält sich stark an die Urfassung und wurde für die Bühnenadaption von Florian Dedio mit viel Feingefühl überarbeitet und gekürzt. Der Regisseur ist ein guter Kenner des Werks von Leopold Sacher-Masoch und wollte ursprünglich “Venus im Pelz” als Film umsetzen. Er merkte aber bei der Arbeit am Drehbuch schnell, dass sich die Erzählung auch ideal für die Bühne eignen würde und sich so auch schneller umsetzen liess.
Florian Dedio war es wichtig, die Aufmerksamkeit mehr auf den textlichen Inhalt, als auf das Klischee der SM-Novelle zu legen. So wie es der damaligen Anerkennung des Werks vor der unrühmlichen Verknüpfung mit dem Begriff Masochismus entsprach.
Als Dr. Richard von Krafft-Ebing bezugnehmend auf den Roman “Venus im Pelz”, aus dem Nachnamen von Leopold von Sacher-Masoch in seinem Werk “Psychopathia sexualis” den Begriff Masochismus als Bezeichnung für eine psychische Störung generierte,schadete das Sacher-Masoch mehr als es seiner Person und seinem literarischen Werk gerecht wurde.
Florian Dedio hebt in seinem Stück hervor, dass es sich eigentlich um eine tragisches Kommunikationsproblem zwischen Wanda von Dunajew und Severin von Kusiemski handelt. Denn immer wieder betont sie, nicht die herrische, göttlich-unerbittliche Venus im Pelz zu sein die er suche. Zitat: “Ein voller Mann, ein Mann, der mir imponiert, der mich durch die Gewalt seines Wesens unterwirft, verstehe sie.” Doch wie auch im realen Leben des Autors, hört, ja versteht Severin diese Tatsache nicht und drängt Wanda seine Fantasie auf. In beiden Fällen endete die Beziehung mit Enttäuschung und schmerzlicher Trennung.
Die Aufführung im Volkstheater Rostock glänzte durch eine ansprechende schauspielerische Leistung der jungen Truppe. Allerdings besonders aufgefallen ist mir die überdurchschnittlich hohe Qualität der exklusiven Bullpeitsche bei den Requisiten. Da hat wohl jemand in der Truppe eine starke Affinität zur Flagellation mit der Bullpeitsche
.
Das anschliessende Gespräch mit Florian Dedio und seiner Freundin im Restaurant war sehr interessant und ich erfuhr noch, dass er mit dem Stück im nächsten Jahr wohl auf Tournee gehen wird.
| Erotik | nun, Venus im Pelz … |
| Handlung | Liebesdrama |
| Technik | einfache Aufzeichnung |
| Bildsprache | Bühnenstück |
| Tiefgang | Leidenschaft und Ablehnung |
| Seltenheitswert | beim Regisseur |
| Gesamtwertung | ★★★☆☆ |
*****
Samstag, 30.10.2010, 17:45 Uhr
Handcuffs
Kurzfilm (E/2009) von Erika Lust
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Mit “Handcuffs” wurde der letzte Film-Block des Fetisch Film Festivals eingeleitet. Auch wenn Erika Lust ursprünglich aus Stockholm stammt, lebt sie doch schon seit zehn Jahre in Barcelona und so strahlt der Kurzfilm den südländischen Charme und die knisternde Erotik aus, die für viele so ansprechend ist.
Wunderbar von Gustavo López Mañas in schönen farbigen Bildern gefilmt, erzählt der Film eine sinnliche SM-Geschichte ohne mit all zu eindeutigen, deftigen Bildern die Fantasie des Betrachters zu lenken. Man füllt sich als Voyeurin, so wie die eine Frau, die dann überraschend Teil des amourösen Szenario wird. Ein animierender Fetisch-Film der nach mehr Erotik verlangt, ob selbst real umgesetzt oder in filmischer Form von Erika Lust.
Auch wenn man bei den vielfach ausgezeichneten Erotik-Filmen hier nicht mehr von einer Entdeckung sprechen kann. So war dies bei “Handcuffs” für mich persönlich doch eine erotisch-sinnliche Entdeckung und deshalb nach meiner Meinung, einer der besten Kurzfilme am diesjährigen Fetisch Film Festival Kiel.
Und ich möchte da noch anmerken, dass ich eigentlich SM-Szenarien mit dominantem Mann und devoter Frau nicht wirklich gerne anschaue, da sie mich nicht anmachen.
Ich werde demnächst die Möglichkeit haben ein Interview mit Erika Lust zu führen und so auch auf ihre anderen, spannenden Projekte zu sprechen kommen.
Regie: Erika Lust
Kamera: Gustavo López Mañas
Dauer: 7Min./ ohne Worte, mit Soundtrack
| Erotik | voyeuristisch-erotisch |
| Handlung | erotische Erzählung |
| Technik | professionelle Aufnahmequalität |
| Bildsprache | sinnlich, opulent |
| Tiefgang | inspirierend und erotisierend |
| Seltenheitswert | via Youtube |
| Gesamtwertung | ★★★★★ |
*****
Intensiv
Kurzfilm (BRD/2005) von Mirko Ilowski
Bei dem als Diplomarbeit entstandenen Kurzfilm hat der Regisseur Mirko Ilowski in sieben unabhängigen Clips versucht mit einer minimalistischen und künstlerischen Darstellung die Gefühle aus dem BDSM-Bereich darzustellen.
Der Kurzfilm hat einen hohen Anspruch, er soll Personen die bislang Berührungsängste oder eine innere Ablehnung gegenüber sadomasochistischen Praktiken hatten, das Thema auf sinnliche Weise näher bringen. Um dies zu erreichen hat der Regisseur auf alle direkten Hinweis oder auch eine klassische Darstellung von BDSM-Szenarien verzichtet.
Nun, ob er dies je erreicht hat sei dahin gestellt, der Film ist technisch gut hergestellt worden und die einzelne Clips zeichnen sich durch eine sehr eigen aber ansprechende Formensprache aus.
Regie: Mirko Ilowski
Dauer: 20Min./ ohne Worte
| Erotik | Erotic-Art |
| Handlung | Performance |
| Technik | Super 16 und HDCAM |
| Bildsprache | symbolische bis surreale Umsetzung |
| Tiefgang | in der künstlerischen Auseinandersetzung |
| Seltenheitswert | beim Regisseur |
| Gesamtwertung | ★★★☆☆ |
*****
Kaktus
Kurzfilm (DK/2008) von Anna Treiman
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Der Kurzfilm “Kaktus” von Anna Treiman ist als Teil eines Projekts der dänischen Filmschule entstanden und im Super 16-Format gedreht worden.
Helene’s sexuelle Fantasien führen immer wieder in die gleiche Richtung, sie träumt von einer arrangierten, aber trotzdem überraschenden Vergewaltigung. Nach verschiedenen Versuchen entdeckt sie ein Inserat eines Callboys. Dieser lehnt zuerst ab, aber macht dann doch mit und der erste Versuch ist dann alles andere als erfolgreich in seiner Standhaftigkeit. Doch Helene gibt nicht auf und auch Kaspar, der Callboy wird von ihrem Ehrgeiz angesteckt und zeigt dann Eigeninitiative.

Ein jugendlich-frischer Film über eine sexuelle Fantasie die von mehr Frauen geteilt wird als man so allgemein erwarten würde. Die selbstbewusste Art wie die junge Frau ihre Sex-Fantasie umsetzt und mit allem Mitteln verwirklicht, ist direkt und unverhohlen. Ein Ansatz der dem sexuellen Rollenspiel von einvernehmlicher Entführung und Vergewaltigung (was für eine Bezeichnung) oft etwas fehlt und neben allen durchaus berechtigten Hinweisen auf RACK (risk-aware consensual kink) gut tut.
Regie: Anna Treiman
Kamera: Dror Kasinsky
Schauspieler: Rikke Lylloff, Sune Geertsen
Dauer: 30Min./ dänisch, englische Untertitel
| Erotik | nur am Rande |
| Handlung | Fiction |
| Technik | Super 16 Filmformat |
| Bildsprache | erfrischend direkt |
| Tiefgang | sexuelle Frauenfantasie |
| Seltenheitswert | bei der Filmschule oder Regisseurin |
| Gesamtwertung | ★★★★☆ |
*****
Cathouse Clothing
Kurzfilm (USA/2009) von Cole Black
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Diesen Festival-Beitrag lass ich einfach mal so ohne meine Meinung stehen. Produziert wurde er von LatexGirlsHD, auf deren Website gibt es für Latexfetischisten einiges an Bildmaterial zu bewundern.
Regie: Cole Black
Kamera: unbekannt
Modells: Miss Cissy P & Mimi Demure
Dauer: 4.20Min./ englisch
| Erotik | shoppingwütige Latexfans |
| Handlung | Werbespot |
| Technik | Videotechnik |
| Bildsprache | einfach präsentiert |
| Tiefgang | nicht so tief wie Caroline’s Dekolleté |
| Seltenheitswert | via Youtube |
| Gesamtwertung | ★★☆☆☆ |
*****
Libidoland
Kurzfilm (USA/2009) von Julie Keck & Jessica King
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Der Film zeigt wie man mit viel Spass und Lust ein sehr besondere BDSM-Spielart ausleben kann. Aber auch wie ein paar unerwartet Wendungen und Ablenkungen zu einem gefährlichen Finale in Sachen Asphyxie/Atemkontrolle führen können.
Der Geschichte wird von Julie Keck und Jessica King so locker leicht erzählt, dass man nie so ganz weiss ob es nun eine Komödie oder gar zum Schluss doch ein Warnfilm sein soll.
Regie: Julie Keck & Jessica King
Dauer: 15Min./ englisch
| Erotik | am Rande, ev. für Asphyxie-Fans |
| Handlung | SM/Femdom-Geschichte |
| Technik | Videotechnik |
| Bildsprache | unschuldig |
| Tiefgang | locker, mit nachdenklichem Finale |
| Seltenheitswert | über die Regisseurinnen |
| Gesamtwertung | ★★★☆☆ |
*****
Walking the Dog
Kurzfilm (USA/2009) von Luigi Campi
Der letzte Film des Festivals war für mich persönlich noch ein kleines, erotisierendes Highlight. Der Kurzfilm von Luigi Campi handelt von Dogging. Diese sexuelle Spielart ist eng mit Exibitionismus verbunden und beinhaltet das Zusammentreffen unterschiedlichster Personen für Sexgames an öffentlichen Plätzen wie Parks, Autobahnrastplätzen oder Parkgaragen.
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Making of “Walking the Dog” by Steven Speliotis
Die Storie greift den neuen Trend des Dogging’s auf und bringt uns diesen im Rahmen einer Paar-Beziehung näher. Der Mann drängt seine Freundin zu einem Besuch eines Dogging-Treffpunkts um sie dort mit seiner Kamera zu filmen. Was sie allerdings sehr verunsichert und sie nur sehr zögerlich, auf sein Drängen hin, mitmacht. Als sie allen Mut aufbringt und sich auf den Wunsch des Freundes einlässt und aus dem Auto aussteigt, findet sie in den zärtliche Armen dreier Frauen dann doch Spass an dem neu entdeckten Spielfeld. Der Freund erträgt diese neue Freiheit seiner Freundin nicht, er schreitet aggressiv und tobend vor Eifersucht ein. Doch die junge Frau hat ihre eigen Lust entdeckt und wächst über die voyeuristischen und dominierenden Wünsche ihres Freundes hinaus.
Schöne Fotoaufnahmen des Sets sind auf dem empfehlenswerten Blog von Karin and Raoul zu sehen.
Regie: Luigi Campi
Drehbuch: Toby Fell Holden
Schauspieler: Erin Maloney / Connor Fox
Dauer: 11Min./ englisch
| Erotik | andeutungsweise, aber spannend |
| Handlung | Sexabenteuer in der Beziehung |
| Technik | professionelle Videotechnik |
| Bildsprache | voyeuristisch, dem Thema angepasst |
| Tiefgang | spannend |
| Seltenheitswert | schwierig zu bekommen |
| Gesamtwertung | ★★★★★ |
Grüsse mit etwas Übersättigung was Filme betrifft
Domenique



















4. November 2010 um 19:02
Vielen Dank für soviele Berichte aus dem Kurzfilmfestival und deinen Ansichten und Gedanken hierzu.
Den Film Shabari gibt es schon sicher seit 2 Jahren auf Youtube. Chronologisch könnte man bei genauerer Betrachtung der ins Bild kommenden Kamera oder Mikrophon einen kleinen Rückschluss auf die Entstehungsepoche machen. Allerdings ist mir dies viel zu aufwändig
Meiner einer hat sich die Fesselung und den Stil sowie die Ausdrücke im Gesicht der gefesselten Frau ( ? ) angenommen und analysiert. Ich komme zum Schluss das es zwar eine der klassischen Patters sprich den alten TK 2 mit HT darstellt sowie eine Veränderung im Rückenbereich.
Da die Dame die fesselt sowas wie PlexiglasStilettos trägt, glaube ich eher an die 70er Jahre , vielleicht frühen 80er.
Wobei in den 80ern erst diese Versionen des TK entstanden und verbreitet wurden. Mir ist die Interkation der beiden eher bieder und wenig sinnlich..
sprich ich vermag keine grösseren, eingehenden Zärtlichkeiten , oder gar ein Spiel zu erkennen. Lediglich das abhängen der Frau. Vielleicht mag es aber auch an der wahrlich banalen Art des Videos zu liegen, das selbiges mich nicht wirklich eingehend zu begeistern vermag.
Shibari ist und bleibt meines erachtens eben doch ein Ding das zwischen zwei Kontrahenden inklusive Interaktion auf BEIDEN Seiten stattfindet.
einen kleinen Beitrag hierzu und ein Werbevideo findet der Interessierte
bei mir auf dem Blog dragonrope.com
leider sind noch keine Filmbeiträge von mir auf Youtube zu sehen, doch denke ich dass meiner demnächst dazu mal einen Film hochladen wird
ob und inwiefern dies dann Shibari oder gar das sagen umwobene Kinbaku ist , darf gerne jeder für sich entscheiden
Mino
8. November 2010 um 11:37
Guten Tag Frau von Sternenberg,
ob nun Shabari-Shibari oder Kinbaku;der kulturelle Hintergrund der
Western-Bondage ala Two Knotty Boys ist mir als Transatlantiker
näher,als das Japanische Umfeld;obwohl zur Zeit ein Kurzfilm- Projekt reift,
das ein Manga Comic im BDSM Kontext zur Grundlage hat.
mfg
Mr Viewfinder