BIG SALE IN THE OWK!

Wieder geht es einen Schritt weiter in Sachen Schliessung und Verkauf des OWK. Am 9.April werden diverse Gegenstände und Bildmaterial verkauft. Einmal mehr mutet diese Aktion etwas überstürzt und unübersichtlich an. Wenn E-Mails erst jetzt versandt werden, ist dies wohl etwas naiv zu glauben, dass Interessenten mal schnell einen Flug buchen oder die lange Anfahrt in die tschechische Provinz auf sich nehmen. Dies erst Recht ohne eine genau Beschreibung der Artikel und die Menge der einzelnen Stücke die veräussert werden.

(Nachtrag vom 11.05.2011: Ich habe soeben eine E-Mail von Madame Gabrielle erhalten in dem sie mir mitteilt, dass es am 16.April noch ein Räumungsverkaufstag im OWK gibt.)

Ein Teil wurde offenbar schon früher in ein privates Stadthaus der Königin nach Prag geschafft und andere Stücke sind an die Gardistinnen vergeben worden. Unter diesen Umständen lohnt sich das Risiko einer vergeblichen Anreise wohl nur für jene die in der Nähe der Grenze oder in Tschechien selbst wohnen. Die Deklaration und Ausfuhr von Foltermöbeln, im besonderen in meinem Fall dann die Einfuhr in die Schweiz, stelle ich mir sehr prickelnd und spannend vor.

“Der grosse Räumungsverkauf bei OWK!
Nutzen Sie die einzigartige Möglichkeit zum Einkauf von Martergeräten, Folterbänken, Bildern und Poster mit BDSM Thematik.
Der Ausverkauf findet am 9.4. 2011 von 9:00 – 18:00 Uhr statt.(im OWK – Areal)
Die Interessenten bezahlen selbstverständlich kein Eintritt.
Größere Gegenstände, die Sie eventuell kaufen werden, können Sie gleich mitnehmen, bzw. später mit einem größerem Auto abholen oder wir sorgen für den Transport, allerdings auf Ihre Kosten.
Es werden z.B. folgende Artikel zum Verkauf stehen: Käfige, Pranger, Folterbänke, Folter-Kreuze, Prügel-Bocke, Rennpferden-Wagen, Fesseln, Peitschen, viele Bildern, Postkarten und Poster mit FEM-DOM Thematik usw., usw.(inkl. original Folter-Stuhl und Kreuz aus Quentin Tarantino Film: Hostel 2)
Die Preise werden am Ort gestellt und werden auf alle Fälle sehr günstig.
Ihre Teilnahme bitte so schnell wie möglich unter owk@owk.cz anmelden.”
(Text des OWK)

Das nun das ganze SM-Mobiliar verkauft wird, lässt darauf schliessen das der Versuch die Femdom Republik im OWK zu gründen gescheitert ist. Auf eine Antwort auf meine Anfrage zum Thema Femdom Republik warte ich noch immer.

Aber grundsätzlich ist es wirklich sehr schade, dass jetzt alles auseinandergerissen wird. Hat es doch ein paar ganz besondere und umfangreiche Sammlungen. So ist die Sammlung von unzähligen Filmplakaten mit Femdom-Charakter auf ihre Art wohl einzigartig. So auch die aussergewöhnliche Peitschensammlung, die sehr umfangreich ist und sehr schöne Raritäten aus der ganzen Welt beinhaltet. Das diese nun veräussert wird finde ich persönlich besonders betrüblich und sicher auch jener Sammler der sie am OWK vermacht hatte. Aber auch um die Bibliothek ist schade, da hat es viele Bücher die nur noch schwer zu finden sind.

Da ich aber selbst noch vieles von meiner ehemaligen SM-Villa eingelagert habe, macht es nicht wirklich Sinn noch mehr anzuschaffen und dieses für die Zukunft einzulagern. Somit stellt sich die Frage einer spontanen Reise zum Glück gar nicht.

Grüsse und Women Over men!
Sublime Lady Domenique von Sternenberg

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13 Antworten zu “BIG SALE IN THE OWK!”

  1. renato schreibt:

    Hallo liebe Domenique
    Das hat sich ja schon lange abgezeichnet, dass dies so enden wird.
    Ich pflichte Dir bei, es ist ausserordentlich schade, dass nun dieses wertwolle Inventar in alle Winde verstreut oder sogar entsorgt werden muss, weil sich in Folge Unfägigkeit des Verkäufers, keine Käufer finden lassen.
    Die Geschäftsidee OWK war ja eigentlich super, sie bewegte sich in eine grossen Marktlücke, aber die Umsetzung lies zu wünschen übrig und vermutlich war auch der Standort etwas unglücklich.
    Grüessli renato

  2. ac schreibt:

    @ Renato: Ich denke nicht, dass es am Verkäufer gelegen hat. Für ein solches Objekt gibt es einfach keinen Käufer, die Investition und der Unterhalt einer solchen Immobilie ist viel zu hoch und die Hoffnung auf einen reichen Sponsor geht meistens nicht auf.

    Ich habe die kleine Hoffnung, dass durch das Wegfallen des OWKs eventuell etwas neues entstehen kann – kleiner, einfacher und besser gelegen. Aber um ehrlich zu sein, zweifle ich, ob diese Phantasie überhaupt noch lange marktfähig sein wird. Ohne Kulturpessimist zu sein, aber ich habe das Gefühl, dass die klassische SM-Szene wenig junge Leute anzieht . Auch wenn ich sehe, was im professionellen Bereich immer mehr angeboten wird – egal ob in Deutschland, der Schweiz oder den USA – wir es vermutlich eher Gummi- und Fetisch-Zentren geben als Folterkeller, Pferderennen und Gefängniszellen.

  3. kein Name eingetragen schreibt:

    Bei (bisher) gerade mal 2565 verkauften Anteilen (von 20000) macht das ein Anlegerkapital zwischen 641250€ und 769500€ was für ein Projekt wie die FDR wohl bei weitem nicht reichen dürfte.
    Das ganze dann durch SKlaven “am laufen” zu halten die dafür auch noch 3000€ hinlegen sollen ist wohl etwas arg Blauäugig oder nicht?

    Der Versuch FDR darf als denke ich mal als gescheitert angesehen werden.

    Ich finde man sollte sich endlich eine Ruck geben und die Ruine in Cerna zurücklassen. Wie schon jemand anders hier schrieb: Es gibt genug kleinere, günstigere und leichter zu verwaltende Objekte als das OWK. Wenn man also eine FDR aufziehen will dann doch bitte mit Weitsicht und nicht mit verklärter Sehnsucht und den Zwang an dem Gelände des OWK festzuhalten

  4. Kinga schreibt:

    Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: Wenn Du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!

    @ac: ich denke nicht, dass die klassische SM Szene am aussterben ist. Wenn Du genauer hinschaust, ist eine neue Generation am “heranwachsen”. Es stehen genug junge BDSMler in den Startlöchern und gieren nach…wie Du so schön geschrieben hast, Folterkellern, Gefängniszellen und Pferderennen. Es braucht halt alles seine Zeit. Wenn Du an Deine Anfänge zurückdenkst…hast du da auch nicht zuerst Überwindung gebraucht, um die ersten Schritte zu wagen? Ich mag mich an meine erste Begegnung mit dem OWK erinnern, ich war kurz davor wieder kehrt zu machen. so voll waren meine Lederhosen vor Aufregung und gleichzeitig Zweifel. Ich bereue es nicht, es erlebt zu haben, jedoch vermisse ich es auch nicht, denn ich bin davon überzeugt, dass Neues entstehen wird. Abwarten und genauer hinschauen…

  5. ac schreibt:

    @ Kinga: Die Weisheit der Dakota-Indianer passt wirklicht gut. Wie Du geschrieben hast, wird Neues entstehen und dies ist auch gut so. Aber was ich meinte, ist dass einige KLASSISCHE SM Praktiken für die das OWK steht, die junge SM Szene nicht mehr interessiert, u.a. eben auch Pferderennen, Flagellantismus, etc. Diese werden durch andere Neigungen “abgelöst” – vermehrt Gummi, Latex, vieles im Fetischbereich, etc. Vermutlich gibt es für viele auch im Netz viel mehr reizvolles als dies SM-Stammtische und ähnliches anbieten können.

    Du brauchst Dir nur anzuschauen, wie sich die professionellen Studios entwickelt haben – einige grössere haben nicht mal mehr einen “klassischen” Folterraum. Oder schau was junge Dominas anbieten bzw. wie sie ausschauen und sich vermarkten. Und der professionelle Bereich widerspiegelt einfach die Nachfrage. Auch im privaten Bereich ändert sich vieles – wie dies ja immer der Fall war.

    Und frage mal in Studios nach, wie oft von jungen Kunden noch einige klassische Praktiken nachgefragt werden.

  6. Kinga schreibt:

    @ ac: Ja ich verstehe was Du meinst, jedoch muss ich Dir widersprechen. Latex ist sicherlich ein ganz grosses Thema geworden. Wie ich finde auch berächtigt, da es für diejenigen Möglichkeiten bietet, die Schmerzen eben nicht als Lustschmerzen empfangen können, aus welchen Gründen auch immer. Meine Erfahrung ist jedoch, dass gerade junge Leute nach klassischen Praktiken anfragen und diese geniessen. Natürlich kann ich hier nur von meinen eigenen Erfahrungen schreiben, aber gerade deswegen bin ich der Überzeugung, dass die klassische SM Szene weiterleben wird. Vieleicht nicht wie früher, aber welche Generation ist schon gleich wie die vorige. Ich will Dich weder überzeugen noch bin ich der Meinung, dass Du vollkommen unrecht hast. Ich finde einfach nur, dass es mehr gibt wie Schwarz und Weiss, auch beim SM.

  7. Domenique von Sternenberg schreibt:

    @ Kinga: Deine Bemerkung des Heranwachsens und der Überwindung für die ersten Schritten, finde ich wichtig in der Diskussion über die Entwicklung bei der Jugend in Sachen BDSM und Fetisch.

    Wenn man schon eine Weile dabei ist, vergisst man schnell mal wie schüchtern die ersten eigenen Versuche und Erlebnisse waren. Es braucht immer etwas Zeit bis man auch beim BDSM etwas Kenntnisse gesammelt und Selbstsicherheit gewonnen hat.

    Übrigens im OWK war die Altersklasse vor allem bei den privaten Besucherpaaren doch mehrheitlich etwas höher. Bei den Profi-Dominas unter den Besucherinnen mit ihren Sklaven waren dann schon jüngere Ladies dabei. Um sich gleich für ein paar Tage auf so eine “verrückte” Idee einzulassen, braucht es schon etwas an Erfahrung, SM-Mut und halt doch auch Geld.

    @ac: Ich finde es gut wenn sich auch im Styling der SM-Räumlichkeiten eine Entwicklung zeigt. Die klassischen schwarz-rote Möblierung mit Nieten und Holz-Andreaskreuz darf durchaus neu interpretiert werden. Auch wenn ich einen althergebrachten Raum im schönen Verlies-Stil auch immer noch herrlich finde.

    Leben bedeutet immer auch Veränderung. Stagnation führt zu Stillstand und dann schlussendlich zum Tod. So auch in der Fetisch- und BDSMszene.

    Übrigens, Danke für die kleine aufblühende Diskussion. Davon könnte es gerne mehr hier geben.

  8. cerbera300 schreibt:

    Diskussion ist gut. Da gibt’s nichts mehr zu diskutieren. Das OWK ist gestorben. Dominas und sklaven dieser Welt hätten das OWK mit ein paar Euros und dem Kauf von einem oder mehreren Anteilen an der neu gegründeten Femdom-Republic retten können.
    Wer im OWK gewesen ist, hat vielleicht etwas von dieser einmaligen Atmosphäre gespürt und war von dieser zauberhaften Stimmung hingerissen. Nun landen Michal’s geniale Konstruktionen und gesammelte Bilder und Kostbarkeiten in der Abfall-Mulde. Es ist eine Katastrophe. Das OWK war einmalig, mit nichts zu vergleichen. So etwas wird es nie mehr geben. Pech für alle, die aus Angst und/oder Geiz zu Hause geblieben sind.
    Das Schlimmste aber ist, dass wir Schweizer mit unseren Steuern zum Untergang des OWK beigetragen haben: Das OWK wird nämlich mit einem Teil der Kohäsions-Milliarde aufgekauft und zum Pflegeheim umgebaut.
    Ich versteh’s einfach nicht: wo sind alle die Dominas und sklaven geblieben?

  9. Rüdiger schreibt:

    »Das Schlimmste aber ist, dass wir Schweizer mit unseren Steuern zum Untergang des OWK beigetragen haben: Das OWK wird nämlich mit einem Teil der Kohäsions-Milliarde aufgekauft und zum Pflegeheim umgebaut.«

    Damit haben die Schweizer aber nur den Kauf und den Wiederauf- und -umbau der OWK-Immobilie mitfinanziert. Pleite gegangen wären das OWK auch so.
    Das Konzept funktionierte einfach nicht. Wenn ich noch an die ersten OWK-Prospekte von 1996 denke – die setzten da voraus, daß Tausende »Sklaven« Schlange stehen würden, um für teures Entgelt von über 1000 Mark echt knechten, also Steine klopfen und Unkraut jäten zu »dürfen«. Und das läuft eben nicht – ist unrealistisch geplant. (Ähnlich wie der vor Jahren geplante milliardenteure Transrapid Berlin-Hamburg nur rentabel gewesen wäre bei doppelt und dreimal so hohen Fahrgastzahlen, als sie tatsächlich sind). Selbst im preisgünstigen Osten sind die Kosten des OWK-Betriebs so hoch, daß sie nie und nimmer durch die Gästehonorare wieder reinkommen. Und der Laden ist reichlich entlegen.
    Im Westen wiederum so was wie das OWK leichter zu erreichen, die Besucherzahlen höher – aber Immobilie und Löhne unbezahlbar.
    Ein Femdom-Schloß von OWK-Ausmaßen wird aufgrund dieses Dilemmas wohl immer ein Traum bleiben. Ein (bedeutend) kleineres Projekt kann vielleicht kostendeckend betrieben werden.

  10. imKG schreibt:

    Bitte um Quellen-Info bzgl. dieser Aussage:

    »Das Schlimmste aber ist, dass wir Schweizer mit unseren Steuern zum Untergang des OWK beigetragen haben: Das OWK wird nämlich mit einem Teil der Kohäsions-Milliarde aufgekauft und zum Pflegeheim umgebaut.«

    Anfang April wußten dies meine Kontakte im OWK immerhin noch nicht. Meine eigene Recherche brachte auch nichts entsprechendes heraus.

    Dass das OWK schließt ist eine unglaubliche Katastrophe! Jeder, der dort war wird es so empfinden. Es gibt einfach nichts vergleichbares und das, was es geben wird – wird reine Kommerz-Kacke sein, von Beginn an. Denn es ist enorm aufwändig und teuer, ein derartiges Objekt wie das in Cerna zum Laufen zu bringen und am Laufen zu halten. In diesem Sinne, genau hingucken – das war´s. :(

  11. Domenique von Sternenberg schreibt:

    Auf meine freundliche Anfrage nach der Quelle der Information und deren Vertrauenswürdigkeit zu der Aussage “das OWK werde zum Pflegeheim umgebaut” und den unverständlichen Satz “die Schweizer hätten mit ihren Steuern zum Untergang des OWK beigetragen” habe ich leider keine Antwort erhalten.

    Wie so vieles hinter den dicken Mauern des OWK, bleibt also auch das Ende ein Mysterium.

    Es grüsst
    Sublime Lady of the OWK
    Domenique von Sternenberg

  12. tv-slave-bibi schreibt:

    Wenn ich diese Diskussionen um das OWK verfolge, so tut es mir unendlich leid, nie die Chance gehabt zu haben, wenigstens einige Tage habe dienen zu dürfen.
    Allerdings waren die Kosten erheblich und die Anreise auch nicht zu vernachlässigen.
    Schade jedenfalls sicherlich, dass das OWK gestorben ist, sollte nicht ehebaldigst etwas Neues und vergleichbares an einem passenederen ort entstehen.
    In dem Sinn alles Gute Ihr Ladies und Dominas und vergisst nicht auch in ein anderes neues “OWK” zu kommen – und es dann umso mehr zu unterstützen und zu pflegen.
    Untertänigst und ergeben
    tv slave bibi

  13. francois bernard schreibt:

    bonjour ‘a tous moi je pense q’ on peut sauver owk et continuer les activites mais en achetant des actions plus elevee par excemple de 600 euros mene de 1000 euros x 6000= 6000000 euro on aurais les fonds necesaires pour racheter owk et cela beaucoup plus rapidement q’avec 20000 part action je suis admirateur de owk et je pense qu’il faut tout faire pour garder owk la propriete est trop belle puis ce site fait toujour reve avec toute ces dames lady un site unique au monde l’interieur des batiments est vraiment superbe je vous envois tous mes encouragements aux dames lady de owk pour garder owk ca vaux la peine courage on peut le faire amitie bernard de belgique

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