| Handbuch für Putzsklaven
…oder besser gesagt für die Damen, die einen suchen.
Braucht man so was eigentlich?
Schon gut, ich weiss, welche lautstarken Proteste dieser Versuch, mal wieder alles in Schubladen zu pressen, verursachen wird. Ich verstehe das ja auch. Andererseits: Schaut man mal die einschlägigen Kontaktanzeigen durch oder hört man sich die üblichen Geschichten an, dann ergibt sich ein seltsames Gesamtbild. Herrinnen suchen jahrelang verzweifelt nach einem Putzsklaven. Putzsklaven suchen jahrelang ebenso verzweifelt nach einer Herrin. Und wenn aus irgendeinem Grunde einmal zwei zusammenfinden, dann sind in aller Regel beide bald um eine schlechte Erfahrung reicher.
Meistens hat so was mit fehlgeschlagener Kommunikation zu tun. Unterschiedliche Erwartungen prallen aufeinander und werden nicht als solche erkannt. Scheinbar tun sich beide Seiten sehr schwer, darüber zu sprechen.
In der Szene-Öffentlichkeit herrscht allgemein grosses Rätselraten, welche Motivationen sich eigentlich genau hinter dem Begriff Putzsklave verbergen. Ein kleines bisschen Aufklärung wäre wohl ganz gut. Und um persönliche Beweggründe zu verstehen, sind Schubladen allgemein ganz gut.
”Schublade” ist in diesem Zusammenhang allerdings eine irreführende Metapher. Denn Putzsklaven kann man nicht eindeutig in die Kategorien einteilen, die ich in der folgenden kleinen Artikelserie beschreiben möchte. Sie sind eher so etwas wie Etiketten. Und auf jedem Putzsklaven kleben mehrere davon. Sie repräsentieren eher so etwas wie grundlegende Sehnsüchte, die man in der Position als Putzsklave erfüllen wollen kann. Jeder, der sich als Putzsklave bewirbt, hegt mehrere davon. Daraus setzt sich seine individuelle, komplexe und meist auch in sich widersprüchliche Motivationslage zusammen. Aber erfahrungsgemäss lassen sich die meisten individuellen Motivationen näherungsweise dadurch beschreiben, dass man sie auf diese Archetypen zurückführt.
Ein Handbuch braucht man nicht. Das würde wahrscheinlich sogar eher eine falsche Sicherheit vorgaukeln. Aber es hilft ungeheuer bei der Suche nach einem passenden Gegenüber, wenn man sich klarmacht, welche Wünsche und Bedürfnisse dieses vorantreiben könnten. Und noch mehr hilft es, sich klar zumachen, welche davon zu den eigenen Erwartungen passen könnten und wie man am besten damit umgeht. Deshalb will ich mich in einer kleinen Serie über die Archetypen, die ich kenne, auslassen. Sicher gibt es noch mehr. Und jeder ist frei, diese Liste zu erweitern. Aber diejenigen, die ich bis jetzt einigermassen verstanden habe, sind
der leidenschaftliche Adorer,
der artige Hausmann, der hingebungsvolle Diener, der Haushalts-Fetischist und die unterschiedlichen “unechten” Putzsklaven.
Naja, zumindest nenne ich sie so. Und um die soll es in den folgenden fünf Abschnitten gehen. Vielleicht hilft es ja.
Viel Spass beim Ausprobieren!
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